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Aachen – Der 48-jährige Niederländer, der von der Polizei in der Nacht von Samstag auf Montag auf einem Rastplatz der A4 als der  mutmaßliche Vergewaltiger vom Veltmannplatz festgenommen wurde (NEWS-Euregio berichtete), ist heute Morgen in Untersuchungshaft gegangen.  Nach wie vor bestreitet er seine Taten, räumt jedoch ein, sich gelegentlich am Veltmannplatz aufgehalten zu haben. Genau dieser Umstand wurde dem geschiedenen Vater zweier Kinder letztendlich zum Verhängnis und brachte die Ermittler auf die richtige Spur.

 

» 144 Hinweise aus der Bevölkerung « 

Genau genommen die Nummer 54 von insgesamt 144 Hinweisen, die seit der ersten Tat im Oktober bei der Polizei eingegangen waren. So hatte ein Mann im Umfeld des Schwulentreffs den Ermittlern bei einer der Befragungen angegeben, dass sich gelegentlich auch ein Mann dort einfände, der sowohl an Frauen als auch an Männern Gefallen habe.   Zwar konnte er von diesem Mann lediglich den Spitznamen und eine Beschreibung abgeben, dies war jedoch ausreichend, um auf polizeiinternen Datenbanken nach diesem Spitznamen zu suchen. Ein Treffer kam in der Form dabei heraus, dass genau der 48-Jährige von einer Polizeistreife Mitte vergangenen Jahres notiert worden war. Seinerzeit war es am Veltmannplatz innerhalb der Szene zu Streitigkeiten und Belästigungen gekommen. Die Polizei musste anrücken und schlichten. Einer der Beteiligten war der jetzt Festgenommene. Seine Adressdaten und seine Autonummer waren aktenkundig. Somit stand auch fest, dass er gelegentlich zum Veltmannplatz kam.

 

Speichelproben entlasteten Verdächtige und überfürten den Täter

Andere ins Visier geratene Männer schieden zwischenzeitlich als Verdächtige aus, da sie sich freiwillig Speicheln ließen. Nach den Taten hatten die Ermittler von mehreren einschlägig vorbelasteten Männern, die in das Täterraster passten, Speichelproben genommen Diese Ergebnisse waren negativ. Die Ausgewählten kamen als Täter nicht in Frage. Folglich konzentrierten sich die weiteren Ermittlungen auf die Spur 54. Umfeldermittlungen in den Niederlanden und hier inDeutschland erhärteten den dringenden Tatverdacht derart, dass gegen den Niederländer am vergangenen Freitag ein Haftbefehl erwirkt wurde. Die Festnahme am Montagmorgen war dann das Ergebnis einer Observation und dem Ausgucken einer “günstigen Gelegenheit”. Der Niederländer hatte sich widerstandslos festnehmen lassen. Eine unmittelbar nach der Festnahme genommene Speichelprobe, die per Kurier zur Auswertung dem Landeskriminalamt überbracht worden war, erwies sich als Volltreffer.

 

Beamte kehren in ihre Aufgabengebiete zurück

Am Mittwoch gehen die zehn Männer und Frauen der Ermittlungskommission 02/07 wieder ihren gewohnten Tätigkeiten nach. Die einen bei der Sitte, andere bei der Fahndung, bei der Mordkommission, beim Betrugskommissariat und beim Bezirksdienst.

 

Quelle: Polizei Aachen

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06 1971 · 07 2 · # Donnerstag, 7. Dezember 2017