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Am morgigen Freitag um 19:30 blickt ganz Handball-Deutschland nach Köln: Der VfL Gummersbach empfängt den Spitzenreiter THW Kiel zum Gipfeltreffenl in der Kölnarena. Hierbei geht es um nicht weniger als die Champions-League-Qualifikation im nächsten Jahr und um den diesjährigen Meistertitel. Gewinnt der VfL Gummersbach morgen, ist das in der laufenden Saison besonders spannende Titelrennen wieder ganz offen; siegt Kiel, hat der amtierende Deutsche Meister bereits eine Hand an der Meisterschale.

 

Der Bedeutung der Begegnung angemessen, findet auch die sechste Auflage der “Mutter aller Kölnarena-Spiele” wieder vor einer Rekordkulisse statt: 19.400 Zuschauer bedeuten die bisherige Höchstmarke für die Kölnarena und für die laufende Bundesliga-Saison.

 

Die Kölnarena ist bereits ausverkauft, das Bundesliga-Highlight wird jedoch im Internet über HBL.tv live übertragen. Hier wird auch das zweite Spitzenspiel des Wochenendes, HSV Hamburg – SG Flensburg-Handewitt (Samstag, 15:20 Uhr) zu sehen sein. Einen guten Grund für alle Handball-Fans, bereits um 16:15 Uhr in der Kölnarena vor Ort zu sein, ist das Länderspiel der deutschen A-Jugend gegen die Dänemarks. Hier begegnen sich zwei Mannschaften der europäischen Spitze, die für die aussichtsreiche handballerische Zukunft in ihren Ländern stehen.

 

Zwar hat die deutsche Mannschaft die Qualifikation für die Jugend-Weltmeisterschaft im Sommer 2007 verpasst, aber die mittel- und langfristigen Ziele der deutschen Nachwuchsarbeit sind unverändert hoch. Der vorgezogene Höhepunkt des Lehrgangs in Dormagen ist das Kräftemessen mit den Dänen in der Kölnarena. Beide Teams sind morgen hoch motiviert, schließlich wollen sie an der Stätte des deutschen WM-Titelgewinns und des dänischen dritten Platzes der Männermannschaften ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Die Eintrittskarten für das Bundesliga-Spiel gelten auch für das Vorspiel der Jugend-Nationalmannschaften.

 


Trainerstimmen zum A-Jugend-Länderspiel Deutschland – Dänemark in der Kölnarena.


 

Ole Nørgaard, Jugendtrainer Dänemark: Letzten Sommer sind wir bei der Jugend-Europameisterschaft Zweiter geworden, haben im Endspiel gegen Kroatien verloren. Unser großes Ziel ist es, 2009 die Junioren-WM zu gewinnen, und wir wollen schon 2007 in Bahrain eine gute WM spielen. Unser jetziger Aufenthalt in Deutschland ist ein Teil der Vorbereitung dafür. Wir müssen diesmal allerdings ohne Linkshänder im Rückraum auftreten, ich werde aber sehen, was hier mit Rechtshändern als Ersatz möglich ist. Unsere größte Stärke sind zwei gute Torhüter und eine solide Verteidigung. Einige meiner Spieler werden bei ihren Clubs schon in der ersten Mannschaft eingesetzt – zum Beispiel Søren Bisbo, Matias Jepsen, Casper Mortensen und Mick Schubert. Auch die beiden Torhüter gehören zum erweiterten ersten Kader ihrer Clubs. Nach der Jugend-EM haben wir alle unsere fünf Spiele, gegen Island und Polen, gewonnen. Gegen Deutschland haben wir vor einem Jahr in Kiel gespielt und verloren. Heute sehe ich die Chancen 50:50, die Teams sind gleich stark, wobei es immer besonders schwer ist, die Deutschen in Deutschland zu schlagen. Ich erwarte in der Kölnarena und in Dormagen zwei schwere Spiele. Es ist natürlich eine tolle Erfahrung, in der Kölnarena zu spielen.

 

Frank Hansel, Jugendtrainer Deutschland: Während der Jugend-EM 2006 haben wir unsere Zielsetzung, die WM-Qualifikation zu schaffen, aus verschiedensten Gründen nicht erreicht. Insbesondere einige Verletzungen haben uns hierbei zurückgeworfen. Wir haben also 2007 keinen Höhepunkt und somit das letzte Jahr anders genutzt als die Dänen. Für uns ging es darum, alle Kaderspieler erneut zu sichten und zu prüfen, bevor wir sie im Sommer an den DHB-Juniorentrainer Martin Heuberger übergeben. Hierauf war unsere Ausbildung abgestimmt, und Martin hat fast alle unsere Maßnahmen begleitet. Jetzt haben wir den einen oder anderen Neuen dabei, ganz aktuell sind der Gummersbacher Florian Lemmering und der Solinger Henning Quade nachnominiert worden.

 

Wir freuen uns auf den Vergleich mit Dänemark, die beiden Mannschaften begegnen sich auf Augenhöhe. Die Dänen profitieren von ihrem sehr hoch gewachsenen Block und der 6-0-Abwehr, aus der sie schnelle Konter spielen. Dieses System beherrschen sie perfekt. Dagegen müssen wir unser variables Abwehrspiel setzen sowie unsere Kreativität und die höhere Spielfähigkeit im Angriff.

 

Trotz unseres Heimvorteils sehe ich die Siegchancen bei 50:50, denn die Dänen sind, wie auch Kroatien und Frankreich, europäische Spitze. Für alle unsere Jungs ist das Spiel in der Kölnarena ein Riesenauftritt, der deutsche WM-Sieg an dieser Stelle ist ja nicht lang her und beinahe noch greifbar. Die Jugendnationalmannschaft spielt eigentlich immer in ausverkauften Hallen – aber die Kölnarena ist immer ein Erlebnis.

 


 

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06 1451 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017