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ntoi_bericht_vfl-kiel-09.jpgAlfred Gislason (VfL Gummersbach): Wir haben ja schon zweimal in dieser Saison gegen Melsungen gespielt. Beim ersten Mal in Rotenburg war es ungewöhnlich leicht zu gewinnen, allerdings haben wir an diesem Tag auch sehr gut gespielt.

Zuhause hatten wir Schwierigkeiten. Da spielte Melsungen schon nicht mehr die spektakuläre offensive Abwehr.

Die Umstellung auf ein 6-0-System wurde vom neuen Trainer Robert Hedin übernommen, der auch gerne ein 5-1-System spielen lässt. Wichtige Spieler sind inzwischen der lange verletzte Grigorios Sanikis und vor allem Karsten Wöhler, der die Abwehr stabilisiert.

 

Die letzten Ergebnisse zeigen, dass wir uns auf alle Fälle steigern müssen. Gegen Kiel hatten wir vor allem ein psychologisches Problem, in der Abwehr waren an diesem Tag nicht alle bereit für diesen Gegner. Wir haben überdreht und nach zwanzig Minuten zu viel gewollt. Leider gab es im Mittelblock ungewohnte Lücken, und dann haben wir wie schon oft erwähnt sechzehn technische Fehler gemacht. Beim Sieg in Kiel waren es nur sechs. Das war der Unterschied. So etwas darf sich nicht wiederholen, sonst wird es auch gegen Melsungen sehr schwer zu gewinnen. Wir haben wieder ein Endspiel. Ein Sieg ist Pflicht, wenn wir uns am Ende für die Champions League qualifizieren wollen.

 

Wenn der VfL seine Option auf einen Champions-League-Platz halten will, sind am morgigen Mittwochabend (20 Uhr) beim MT Melsungen zwei Punkte Pflicht. Dass der Tabellendreizehnte der Bundesliga in Rotenburg nicht nur ein Sparringspartner sein wird, macht der letzte Auftritt der Nordhessen in der Meirotels-Halle deutlich. Denkbar knapp mit 26:27 verlor Melsungen gegen den TBV Lemgo.

 

“Beim 26:26 gab es einen Freiwurf für Lemgo statt für uns, dann machte Schwarzer alles klar”, erinnerte sich MT-Sprecher Bernd Kaiser, “dazu haben wir in diesem Spiel fünf Siebenmeter verworfen, so dass die Niederlage sehr unglücklich war”. Das Pflichtprogramm zum Klassenerhalt hat Melsungen nach der WM-Pause erledigt. Ein Auswärtssieg beim TuS N-Lübbecke und ein Heimsieg gegen die HSG Wetzlar befreiten von den größten Sorgen. “Wir haben mit dem neuen Trainer Robert Hedin einen Schritt nach vorn gemacht und Nervenstärke bewiesen”, sagt Bernd Kaiser. Der Schwede leitet seit dem 1. Februar für Dr. Ratislav Trtrik die Übungseinheiten und konnte bislang sogar den Ausfall des besten Torschützen kompensieren.

 

Obwohl Andrej Kurtchev seit Wochen wegen eines abgerissenen Muskels in der Schulter nicht mehr spielen kann, steht der Weißrusse in der internen Statistik noch immer an der Spitze. Auch am Mittwoch wird Kurtchev fehlen, wie im Übrigen auch der zweite Linkshänder, denn der Slowake Daniel Valo plagt sich mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel. Während sich der Club von dem Kroaten Goran Sprem trennte, rückten zuletzt zwei Spieler wieder in den Blickpunkt, die verletzt waren oder in der Hinrunde kaum Berücksichtigung fanden: Der Grieche Grigorios Sanikis im Rückraum und Karsten Wöhler auf Linksaußen. “Vor allem Wöhler ist in der Abwehr mit seinem Kampfgeist ein großer Gewinn, vorne ist er zudem ein sicherer Schütze”, sagt Bernd Kaiser, der sich aber für Mittwoch keine großen Illusionen macht. “Wir wissen, dass der VfL ein anderes Kaliber ist als Lemgo und über eine so gute Besetzung verfügt, dass es gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel immer reicht.”

 

Quelle: VfL Gummersbach

 


 

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06 1249 · 07 2 · # Samstag, 16. Dezember 2017