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MT Melsungen – VfL Gummersbach 26:38 (14:19)  

 

Daniel Narcisse hat bei einer Abwehraktion von Karsten Wöhler den Ellenbogen ins Gesicht bekommen. Diagnose: Dreifacher Jochbeinbruch! Er ist nun für mindestens sechs Wochen “außer Gefecht” gesetzt und muss operiert werden. Archivfotos:  Christian Sasse /  Fotoagentur NTOi.de  

 

Rotenburg – Der Schock stand allen Gummersbachern ins Gesicht geschrieben, als Daniel Narcisse eine halbe Stunde nach dem Spiel vor der Meirotel-Halle in Rotenburg mit blasser Miene und einer unübersehbaren Schwellung im Gesicht wieder zur Mannschaft stieß und von der niederschmetternden Diagnose im Krankenhaus berichtete, die die schlimmsten Befürchtungen bestätigte: Dreifacher Jochbeinbruch, mindestens sechs Wochen Pause und am Donnerstag eine Operation, bei der eine Platte zur Unterstützung des Heilungsprozesses eingesetzt werden soll. Damit fehlt der Weltklasse-Spielmacher dem VfL auch in den schweren Spielen bei der SG Kronau-Östringen (18.4.) und gegen den TBV Lemgo in der Kölnarena (22.4).

 

In der zehnten Minute hatte der Melsunger Karsten Wöhler bei einer Abwehraktion den Franzosen mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen. Daniel Narcisse wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und noch während des Spiels geröntgt. So wunderte es nicht, dass der VfL eine Viertelstunde benötigte, um vor 2.100 Zuschauern ins Spiel zu finden. Die Gastgeber führten schnell mit 3:0 (6.) und bauten diesen Vorsprung über 5:2 und 6:3 bis zur 15. Minute sogar auf 9:5 aus. Mit langsamen Aktionen suchten die Nordhessen die Lücke und konnten sich zunächst immer wieder im direkten Zweikampf durchsetzen. Wäre nicht Nandor Fazekas in dieser Phase der beste Gummersbacher gewesen, hätte sich keiner der oberbergischen Fans in der Halle über einen noch größeren Abstand beschweren können.

 

Doch innerhalb von fünf Minuten wendete sich das Blatt. Mit dem 10:10 durch Bennet Wiegert kippte das Spiel endgültig, mit 12:13 gelang Gudjon Sigurdsson die erste Führung für den VfL in der 24. Minute. Jetzt wurde das Tempo angezogen, die Gegenstöße und die zweite Welle wie aus dem Lehrbuch demonstriert. Seine überragende Vorstellung krönte Linksaußen Gudjon Sigurdsson an diesem Abend schließlich mit zwölf Toren. Neben dem Isländer zeigten im zweiten Abschnitt auch die Spieler aus dem zweiten Glied, dass sich Trainer Alfred Gislason auf sie verlassen kann. Zouzou Houlet, Bennet Wiegert und Michael Spatz sorgten mit guten Leistungen dafür, dass sich kein Oberberger in der zweiten Hälfte irgendwelche Sorgen machen musste. Über 17:21 (35.), 23:31 (50.) und schließlich 26:38 beherrschte der VfL den Gegner nach Belieben.

 

ntoi_bericht_vfl-kiel-09.jpgAlfred Gislason (VfL Gummersbach): Ich bin sehr traurig. Die Verletzung von Daniel Narcisse ist ein harter Schlag, denn er wird uns definitiv in wichtigen Spielen fehlen. Ich rechne frühestens Anfang Mai wieder mit ihm.

Wir haben heute in der Abwehr etwas schläfrig angefangen und konnten uns bei Nandor Fazekas bedanken, der in den ersten Minuten super gehalten hat.

 

Als die Deckung aggressiver zu Werke ging, hatten wir Melsungen schnell im Griff. Schon zur Pause war die Sache klar, obwohl wir bis dahin drei Siebenmeter vergeben haben. Ab der 15. Minute war es eine wirklich sehr gute Leistung der gesamten Mannschaft. Mich hat gefreut, dass alle eingesetzten Spieler überzeugt haben. Nach dem Ausfall von Daniel haben auch Zouzou, Bennet und Spatzi Verantwortung übernommen und bei diesem souveränen Sieg sehr geholfen. Auch auf die Torhüter konnten wir uns verlassen. Nandor Fazekas hat ja bis zur 50. Minute einundzwanzig 21 Bälle gehalten, und Goran Stojanovic war in den letzten zehn Minuten mit vier Paraden ebenfalls gut drauf.

 

Text: VfL Gummersbach

 


 

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06 2673 · 07 3 · # Montag, 11. Dezember 2017