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Heidelberg – Humane Papillomviren (HPV) gelten als Risikofaktor Nummer 1 für die Entstehung des Gebärmutterhalskrebses (Zervixkarzinom). HPV werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. 70 Prozent aller sexuell aktiven Frauen in Deutschland infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit dem HP-Virus, doch nur bei 10 Prozent aller Frauen kommt es auch zu einer Infektion, die dann allerdings eine Krebserkrankung auslösen kann. “Bisher ist der Gebärmutterhalskrebs die einzige Krebsart, von der wir sicher wissen, dass sie durch Virenausgelöst wird”, erklärt die Heidelberger Frauenärztin Anna Mallorqui.

 

“Die HPV-Typen 16 und 18 gelten als Ursache von über 70 Prozent aller Gebärmutterhalstumoren.” Doch davor könne man sich neuerdings wirkungsvoll schützen.   Die Impfung wirkt in erster Linie vorbeugend; der günstigste Impfzeitpunkt liegt vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Auch Frauen, die aktuell nicht mit einem der in Frage kommenden Viren infiziert sind, können sich später impfen lassen, und selbst Frauen, die bereits infiziert sind, können von der verbesserten Immunabwehr durchden Impfstoff profitieren, so die Heidelberger Gynäkologin. 

 

Einige Krankenkassen übernehmen die Impfkosten    “In Deutschland erkranken jedes ahr 6500 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, und 2000 sterben daran”, nennt Anna Mallorqui neueste Forschungsergebnisse. “Das Zervixkarzinom steht europaweit an zweiter Stelle der krebsbedingten Todesursachen bei Frauen zwischen 15 und 44 Jahren.” Grund genug zumindest für einige Krankenkassen, die Kosten für die Impfung zu übernehmen. Die Grundimmunisierung erfordert drei Impfgänge innerhalb eines Jahres und hält nach heutiger Erkenntnis für mindestens fünf Jahre.    An einer regelmäßigen Beratung und an einer gründlichen Krebsvorsorge-Untersuchung, so die Heidelberger Gynäkologin, führe aber kein Weg vorbei. Das gelte nicht nur für Mädchen und junge Frauen, sondern auch für Jungen, denen sie eine HPV-Impfung mit dem Impfstoff Gardasil empfiehlt, denn auch sie können die gefährlichen Viren übertragen.

 

Weiter Impfstoff kurz vor der Zulassung  Ein weiterer Impfstoff mit der Bezeichnung Cervarix befindet sich unmittelbar vor der Zulassung in Deutschland. Er wird zusätzlich noch vor den HPV-Typen 31 und 45 schützen und somit fast 80 Prozent aller HPV-Typen abdecken, die für den Gebärmutterhals-Krebs verantwortlich sind. Und dabei wird es noch einen weiteren Vorteil geben: Während Gardasil nur für den Altersbereich 9 bis 25 Jahre empfohlen wird, kann Cervarix bis zum Alter von 55 Jahren geimpft werden.

 

Quelle: Anna Mallorqui

 


 

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06 1225 · 07 3 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017