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Oberbergischer Kreis – Genau vor zwei Jahren, am 18. und 19. Januar 2007, wütete Kyrill über Nordrhein-Westfalen. Auch der Forstbestand des Oberbergischen Kreises war damals betroffen. Kyrill zerstörte Baumbestände auf mehreren kleinen Flächen, die sich auf zwölf Hektar summierten. „Wir haben nach dem Sturm schnell gehandelt, so dass im Spätsommer 2007 rund 15.000 Festmeter Holz bereits vermarktet waren, und bereits im Frühjahr 2007 hatten wir einen Großteil der betroffenen Fläche wieder aufgeforstet“, berichtet Kreiskämmerer Werner Krüger.

 

Im Herbst des vergangenen Jahres waren die Wiederaufforstungsarbeiten dann komplett abgeschlossen. Mit Hilfe externer Unternehmen wurde das Sturmholz 2007 zügig aufgearbeitet. Rund 250.000 Euro musste der Oberbergische Kreis dafür investieren. Mit 70.000 Euro schlug der Kauf junger Pflanzen für die Aufforstung zu Buche. „Dabei haben wir – im Gegensatz zu früheren Jahren – vor allem auf Laubholz gesetzt“, erklärt Revierleiter Axel Lang. So wurden nach Kyrill 60 Prozent Laubbäume gepflanzt, darunter Buche, Eiche, Esche, Erle und Ahorn. Rund 50.000 junge Pflanzen kamen in die Erde.

 

Auch beim Nadelholz gibt es ein Umdenken, statt ausschließlich auf Fichte zu setzen, forstete der Kreis überwiegend mit Douglasie die kahl gefegten Flächen auf. „Es wird bei der Fichte etwa 80 Jahre und bei den Laubhölzern etwa 100 Jahre dauern, bis der Zustand, der vor Kyrill im Kreisforst herrschte, wieder erreicht ist“, schätzt der Revierleiter. „Teilweise können die nun aufgeforsteten Laubbäume bereits nach 40 Jahren als Brennholz vermarktet werden, um die Kosten für die Pflegemaßnahmen decken zu können.“ Fichten können schon nach 25 bis 30 Jahren erstmals als Papierholz, für den Weinbau und den Bergbau vermarktet werden, so der Forstwirtschaftsmeister.

 

Quelle: Oberbergischer Kreis – Der Landrat

 

 


 

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06 1094 · 07 2 · # Samstag, 16. Dezember 2017