Bergneustadt: Eiskeller diente früher als Luftschutzbunker

  • Die Mausefalle wurde auch zum Kühlen von Lebensmitteln und Bierfässern genutzt
  • Nach dem zweiten Weltkrieg lagerte im Bergneustädter Eiskeller Munition
  • Die öffentliche Führungen werden von Horst Jaeger organisiert und kosten 5 Euro pro Person


Wer sich für die Geschichte in Bergneustadt (NRW/Oberbergischer Kreis) interessiert, kommt auch nicht an der “Mausefalle” vorbei. Von Christian Sasse – Der Eiskeller in Bergneustadt “Am Heinzelmännchen” befindet sich in unmittelbarer Nähe der “Pusteblume – am Kreisverkehr – in der Bergneustädter Innenstadt”. Dieser diente bereits als: Luftschutzbunker, Munitionslager und Kühlschrank für Lebensmittel und Bierfässer. In den in Nostalgisch in Fels gehauenen Räumen herrscht eine konstante Dauertemperatur von 7 Grad Celsius.  Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Redaktionelle Fotoanfragen gerne telefonisch an 0171-6888777 oder per Email: cs@ntoi.de  +++ Dieser Bericht beinhaltet 7 Bilder auf 3 Seiten zum durchklicken!!

Aber warum “Mausefalle”?  Der Zugang zum Eiskeller erfolgte früher durch den Keller des Hauses Wilhelmstraße 1. Da er nur einen Eingang und Ausgang hatte, saß man quasi in der Mausefalle, wenn es zu kritischen Bombardements des Hauses gekommen wäre. Deshalb wurde ein zweiter Eingang/Ausgang geschaffen, der sich auch heute noch “Im Stadtgraben” (Straße zum Hackenberg hoch) befindet.

Der Zugang zum Keller des Hauses Wilhelmstraße 1 ist heutzutage bewusst blockiert. Als Luftschutzbunker war der Eiskeller erst ab 1937 eingeplant. Vorher diente er als “Kühlschrank”. 

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Horst Jaeger vom historischen Arbeitskreis im Heimatverein Feste Neustadt erzählte NEWS-on-Tour: “Das Eis für die Kühlung der Bierfässer wurde im Winter aus dem Oehler Teich gesägt. Der befand sich in der Nähe der Eingänge der “ISE Innomotive Systems Europe GmbH in Bergneustadt”.

Aber auch als Luftschutzbunker hat Jaeger “die Mausefalle” noch schwer in Erinnerung. Er spricht aus eigenen Erfahrungen: “Es war der 20. März 1945. Ich weiß es noch so genau, als wäre es gestern gewesen! Flugzeuge bombardierten das städtische Krankenhaus in der Steinstraße. Dort wurden mehr als 100 verwundete Soldaten untergebracht. Es brach die Hölle aus. Die sich retten konnten, suchten Unterschlupf hier in der Mausefalle, dem Bunker am Fuße der Bergneustädter Altstadt. Dort konnten die Verletzten weiter versorgt werden. Aber es war zu wenig Platz für alle. Die übrigen mussten weiter zur Volksschule. Dort gab es eine Station des Roten Kreuzes. Insgesamt 25 Tote hatten wir damals zu beklagen”.

 


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06 3857 · 07 3 · # Donnerstag, 13. Dezember 2018