Die Staatsanwaltschaft Köln und Polizei Köln geben bekannt: Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Polizei Köln am Dienstagmorgen 20.03.2018 eine organisierte Betrügerbande zerschlagen. In den frühen Morgenstunden vollstreckten die Ermittler Haftbefehle gegen die beiden Haupttäter (41, 25) und nahmen zwei weitere Tatverdächtige (44, 55) vorläufig fest. Die Tätergruppe hatte sich darauf spezialisiert, Geldgeschäfte mit zuvor gefälschten Ausweisdokumenten abzuschließen. Die Banden-Chefs stehen im Verdacht Mittäter beauftragt zu haben, gefälschte Ausweisdokumente mit Personaldaten von echten Kontoinhabern herzustellen. Symbolbild: © Foto+TV Agentur NTOi.de

Die Daten sollen sie weitestgehend von weiteren Komplizen aus der Mobilfunkhändlerbranche erhalten haben. Die 41- und 25-jährigen Betrüger sollen anschließend in Kreisen der Betäubungsmittelszene sogenannte Geldabholer angeworben und diese mit den gefälschten Ausweisen, sowie den Daten der jeweiligen Kontoinhaber ausgestattet haben. In vielen Fällen sollen die Bosse die Abholer selber, bis zur Erschöpfung der jeweiligen Konten, zu verschiedenen Bankfilialen gefahren haben. Das so erbeutete Geld wurde mutmaßlich geteilt.

Das Kriminalkommissariat 33 durchsuchte am Dienstagmorgen mit rund hundert Einsatzkräften insgesamt 19 Privat- und Geschäftsräume in Köln, Bergisch Gladbach, Meschede und Hürth. Dabei stellten sie umfangreiches Beweismaterial, Betäubungsmittel und Waffen sicher. Zudem machten die Beamten zwei Fälscherwerkstätten aus.

In einem Kosmetikstudio in Köln-Junkersdorf und in einer Privatwohnung in Köln-Mülheim stellten die Beamten kartonweise Passbilder, Ausweisrohlinge, Stempel, Verträge mit Personaldaten und weiteres professionelles Fälschungszubehör sicher. Die beiden mutmaßlichen Fälscher (44, 55) werden morgen dem Haftrichter vorgeführt. Nach ersten Auswertungen besteht der Verdacht, dass die beiden Haupttäter diverse Kriminelle mit gefälschten Ausweisen ausgestattet haben, sodass sich daraus neue Ermittlungsansätze für weitere Straftaten ergeben.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

 


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06 781 · 07 3 · # Montag, 13. August 2018