Einen Auftritt der Kategorie “Wunderlich” hat am Samstagvormittag 20.10.2018 eine Radfahrerin (33) anlässlich einer Polizeikontrolle in Köln-Lindenthal hingelegt. Die letztlich gegen sie vorgelegte Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte hätte sich die französische Staatsbürgerin jedenfalls ohne weiteres ersparen können. Symbolbild: © Foto+TV Agentur NTOi.de

An der Universitätsstraße hatte gegen 10:00 Uhr eine Streifenwagenbesatzung einen Pkw aufgrund einer Ordnungswidrigkeit angehalten. Die Polizisten veranlassten den Verursacher, kurz vor der Dürener Straße am rechten Fahrbahnrand der zweispurigen Richtungsfahrbahn Aachener Straße zu stoppen. Zur Absicherung setzten die Uniformierten ihr Dienstfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht dahinter und traten an das zu kontrollierende Auto heran. Wobei die sichernde Beamtin neben der Beifahrertür auf dem dortigen, kombinierten Rad-/Gehweg stand.

Bereits auf große Distanz machte sich nun die auf dem Radweg näher kommende 33-Jährige mit geharnischtem Klingeln bemerkbar. Auf die Handzeichen der Polizistin reagierte die Velo-Fahrerin nicht – sondern “hielt drauf”, weiterhin unverdrossen klingelnd. Daraufhin forderte die Beamtin die Radwegnutzerin explizit auf, sie aufgrund der laufenden Verkehrskontrolle über die zu diesem Zeitpunkt freie und gefahrlos zu befahrende Fußgängerspur zu umfahren. Nachdem die 33-Jährige sich jedoch vehement weigerte, kam sie erst zum Stehen, als die Beamtin ihr von vorne in den Lenker griff.

Nunmehr nach ihren Personalien befragt, weigerte sich die Frau auch dahingehend, geriet mehr und mehr in Rage und begann, schreiend um sich zu schlagen. Als sich der Streifenkollege dem Geschehen näherte, versuchte die Radlerin, ihr Velo herumzureißen und sich dem Zugriff der Beamten zu entziehen: “Ihr haltet mich nur an, weil Ihr Rassisten seid – und ich schwarze Haare habe! In Frankreich wär´ mir sowas nicht passiert!”

Erst mit Unterstützung einer weiteren Streifenwagenbesatzung konnte die Frau zu Boden gebracht und fixiert werden. Frenetisch klammerte sie sich an die unter ihr liegende Handtasche mit ihrem Ausweis. Die Beamtin wurde im Zuge der Auseinandersetzung leicht verletzt. Gellend und unablässig schrie die Französin die Beamten weiterhin an, warf ihnen rassistische Motive vor und öffnete dabei demonstrativ ihre langen schwarzen Haare. Mehrfach den Polizisten vor die Füße spuckend, wünschte die 33-Jährige ihnen “Gottes Rache” an den Hals.

Neben der Strafanzeige und einem Bericht an das Straßenverkehrsamt fertigten die Uniformierten anschließend noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige gegen die letzten Endes wieder einigermaßen beruhigte Radlerin.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

 


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06 481 · 07 3 · # Dienstag, 13. November 2018