Die Behördenspitzen von Stadt Köln, Bundespolizei und Polizei Köln zeigten sich insgesamt zufrieden mit dem Einsatzverlauf der Silvesternacht. Das gemeinsame Einsatzkonzept zeigte Wirkung. Symbolbilder: © Foto+TV Agentur NTOi.de

Bilanz Polizei Köln: Zusätzlich zu den Kräften des Wachdienstes waren rund 1.100 Polizisten zum Jahreswechsel im Einsatz, um die Sicherheit der Feiernden in Köln und Leverkusen zu gewährleisten. Schwerpunktmäßig waren die zusätzlichen Beamten auf den Straßen, Plätzen und Brücken der Kölner Innenstadt präsent. Anlassbezogen unterstützten sie ihre Kollegen in den anderen Stadtteilen. “Wir waren mit unseren Einsatzkräften – so wie wir es uns vorgenommen hatten – in der gesamten Innenstadt präsent und überall dort zur Stelle, wo sich Auseinandersetzungen anbahnten”, bilanziert der Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt.

Bereits ab 01:00 Uhr verließen viele Feiernde die Innenstadt und machten sich auf den Heimweg. Bis 02:30 Uhr sprachen Beamte des Sondereinsatzes 86 Platzverweise gegen aggressive und häufig alkoholisierte Störer aus und nahmen elf unbelehrbare Männer in Gewahrsam. Im Sondereinsatz wurden drei Polizisten durch Widerstandshandlungen leicht verletzt. Insgesamt brachten Polizisten aus Köln und Leverkusen bis 09:00 Uhr am Neujahrsmorgen 44 Männer und eine Frau – zumeist zur Ausnüchterung – ins Polizeigewahrsam.

Im Erfassungszeitraum, beginnend am Silvesterabend (18:00 Uhr) bis zum Neujahrsmorgen (10:00 Uhr), hat die Polizei in Köln und Leverkusen 249 Strafanzeigen aufgenommen (Vorjahr: 214). In 86 Fällen laufen die Ermittlungen wegen Körperverletzungsdelikten (Vorjahr: 88). Zudem ermitteln die Polizeibeamten in 54 Fällen wegen Sachbeschädigung (Vorjahr: 33) und in 13 Fällen wegen des Verdachts eines waffenrechtlichen Verstoßes (Vorjahr: 7). Sechs Geschädigte erstatteten Anzeige wegen diverser Beleidigungsdelikte (Vorjahr: 10).

Insgesamt wurden nach aktuellem Stand sieben Straftaten mit sexuellem Hintergrund zur Anzeige gebracht (Vorjahr: 8). In den Toiletten einer Gaststätte in der Altstadt wurde eine 28-jährige Touristin aus Süddeutschland von einem Unbekannten vergewaltigt. Diesen hatte die Frau in der Nacht beim Konsum von Drogen kennengelernt. Bei den sechs übrigen Fällen handelt es sich nach jetzigem Ermittlungsstand um Tatbestände der sexuellen Belästigung. In fünf dieser sechs Fälle stellten Polizisten die Tatverdächtigen noch in Tatortnähe. Wie im Vorjahr sind im Erfassungszeitraum vier Raubdelikte angezeigt worden.

Die in dieser Bilanz dargestellten Kriminalitätszahlen können sich noch verändern. Die Auflistungen stehen unter dem Vorbehalt, dass noch weitere Anzeigen bei der Polizei Köln eingehen können, beziehungsweise dass Delikte im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn sich ein Raub in einer Vernehmung als Diebstahl herausstellt. Eine abschließende Bewertung ist vielfach erst zu einem späteren Zeitpunkt und nach weiteren Ermittlungen möglich.

Gegen 01:30 Uhr musste die Polizei Köln unter anderem mit zwei Diensthundeführern und Polizisten der Bereitschaftspolizei zwei größere Personengruppen in Köln-Meschenich trennen. Nach jetzigem Ermittlungsstand waren die Beteiligten von zwei privaten Silvesterfeiern aus noch ungeklärtem Grund aneinander geraten und hatten sich auf der Straße geschlagen. Die Beamten setzten Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, nachdem sie bei dem Versuch, die Streitparteien zu trennen, selbst von Einzelnen angegriffen worden waren. Die Polizisten nahmen drei junge Männer in Gewahrsam und leiteten Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands ein. Rettungskräfte der Feuerwehr fuhren einen Beteiligten der Schlägerei in ein Krankenhaus.

Gegen 02:45 Uhr stellten Polizisten dank eines aufmerksamen Anwohners vier männliche Jugendliche (16, 17, 17, 17) in der Montanusstraße in Köln-Mülheim. Die Vier stehen im Verdacht, an 25 geparkten Autos Außenspiegel abgetreten zu haben.

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06 562 · 07 2 · # Sonntag, 20. Januar 2019