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Wipperfürth – Heute Morgen (Di. 20.03) durchsuchten Polizeibeamte das Wohnheim für Asylbewerber in Wipperfürth nach Personen, die im dringenden Verdacht stehen, umfänglich mit Drogen zu handeln. Die Maßnahme diente außerdem der Auffindung von Rauschgift. Dabei erhielten die hiesigen Beamten Unterstützung von einer Kölner Einsatzhundertschaft und auswärtigen Diensthundführern mit Rauschgiftspürhunden. Beteiligt waren zudem Mitarbeiter des Ausländeramtes und der Stadt Wipperfürth.

 

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Die Ermittler nahmen 5 Personen – vier Männer und eine Frau im Alter von 20 bis 43 Jahren – fest. Gegen zwei der Festgenommenen hatte das zuständige Gericht bereits Haftbefehle wegen illegalen Handels mit Betäubungsmitteln erlassen. Auch die anderen – zwei Männer und eine Frau – stehen im dringenden Verdacht, mit Drogen in nicht geringen Mengen zu handeln. Sie werden morgen dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittler stellten zudem mehrere hundert Gramm Marihuana und 30 Gramm Kokain sicher. Des weiteren beschlagnahmten sie einige tausend Euro Bargeld.

 

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Bereits Anfang des Jahres 2006 ergaben sich aus zahlreichen Ermittlungsverfahren wegen des illegalen Erwerbs von Drogen deutliche Hinweise auf einen gewerbsmäßigen und organisierten Handel mit Marihuana von Bewohnern des Wohnheims für Asylbewerber in Wipperfürth. Infolgedessen entschlossen sich die Ermittler des Regionalkommissariats Wipperfürth zu verstärkten verdeckten Kontrollen im Bereich der betreffenden Örtlichkeit. Diese führte zur Einleitung von ca. 60 Ermittlungsverfahren wegen des illegalen Erwerbs von Marihuana.

 

Bei der Bearbeitung der Fälle konkretisierte sich ein konkreter Tatverdacht gegen fünf Asylbewerber und eine im Wohnheim ständig aufhältige deutsche Frau, die sich offensichtlich zusammengefunden hatten, um täglich rund um die Uhr auch Minderjährige mit Marihuana zu versorgen. Beispielsweise hatte ein damals 16-jähriger in mindestens 100 Fällen jeweils wenigstens ein Gramm Marihuana erworben. Letzte Woche erschien ein 14 – jähriger in Begleitung seines Vaters und erstattete Selbstanzeige wegen Erwerbs von Marihuana. Mit zwei Freunden, 14 und 15 Jahre alt, hatte er im Asylantenheim insgesamt viermal Marihuana gekauft.

 

Quelle: Polizei Gummersbach

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06 5482 · 07 2 · # Sonntag, 22. April 2018