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HSG Nordhorn Lingen – VfL Gummersbach 28:28 (13:16)  

HSG Nordhorn Fans

Die Fans des HSG Nordhorn waren aus dem Häuschen. Archivfotos: ´Der Sasse´ (Christian Sasse) [ Foto+TV Agentur NTOi.de

 

(Von VfL Gummersbach) – Da wäre mehr drin gewesen für den VfL – fast das gesamte Spiel in Führung, eine Viertelstunde vor Schluss sogar mit vier Toren vorne und dann leider doch nicht gewonnen. So reisten die Gummersbacher zwar mit einem Punkt im Gepäck zurück ins Oberbergische, doch aufgrund des Spielverlaufes konnte sich keiner der Blau-Weißen so richtig darüber freuen.

 

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Das Spiel im Nordhorner Euregium war in den ersten 15. Minuten völlig ausgeglichen. Ging eine Mannschaft in Führung, folgte postwendend der Ausgleich. Der VfL begann das Spiel mit Goran Stojanovic im Tor sowie Drago Vukovic, Momir Ilic, Robert Gunnarsson, Alexandros Alvanos (Foto), Vedran Zrnic und Audrey Tuzolana in der Anfangsformation. Über eine Minute dauerte es dann markierte Momir Ilic das erste Tor des Tages. Nordhorn reagierte durch den prompten Ausgleich von Holger Glandorf. Dem Nationalspieler waren seine angeblichen Wechselambitionen nicht anzumerken, er war mit zehn Treffern der beste Torschütze des Spiels.

 

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Nachdem Bjarte Myrhol (8)  in der Anfangsphase drei Tore geworfen hatte, stellte Hasanefendic um und wechselte bei gegnerischem Ballbesitz Geoffroy Krantz für Robbi Gunnarsson ein. Die Maßnahme fruchtete, Nordhorn tat sich in der Offensive immer schwerer. Dazu kam ein bärenstarker Goran Stojanovic, der ein ums andere Mal stark parierte. Am Ende standen zwölf Paraden und ein gehaltener Siebenmeter in seiner Bilanz.

 

Holger Glandorf  

Der VfL nahm nun das Heft in die Hand, spielte die Angriffe konzentriert zu Ende und griff immer wieder gefährlich aus dem Rückraum an. Nach 23. Minuten stand es 13:10 für die Oberbergischen. Nach einem Tor von Momir Ilic und einer tollen Parade von Stojanovic gegen Holger Glandorf ging es mit 16:13 in die Halbzeit. Nach zwei schnellen Toren durch Alvanos und Ilic führte der VfL mit fünf Toren Vorsprung. Die Nordhorner Fans unter den 3700 Zuschauern wurden immer stiller.

 

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In der 45. Minute traf Vedran Zrnic zum 24:20, doch dies war wie ein Weckruf für die HSG: Angetrieben von Holger Glandorf, der innerhalb von sieben Minuten vier Tore warf, kam der Gastgeber wieder ran. In der 54. Minute zog Nordhorn erstmals mit dem VfL gleich. Es folgte eine dramatische Schlussphase: Viktor Szilagyi brachte Gummersbach in Führung, Myrhol glich aus.

 

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Für die VfL-Fans begann ein Wechselbad der Gefühle: Kapitän Momir Ilic (13, Foto) setzte sich durch und traf zwei Minuten vor Schluss zum 28:27 für den VfL. Im direkten Gegenzug vergaben die Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Alex Alvanos – der VfL musste bis zur Schlusssirene in Unterzahl spielen. Nordhorn nutze die numerische Überlegenheit und kam durch ein Siebenmeter-Tor von Goran Sprem zum Ausgleich. Die letzte Angriffsaktion gehörte den Gummersbachern: Momir Ilic steckte den Ball durch zu Kreisläufer Robbie Gunnarsson, der frei zum Wurf kam, den Ball aber nicht im Kasten unterbrachte.

 

Goran Stojanovic (12/1), Nándor Fazekas, Drago Vukovic (5), Geoffroy Krantz, Momir Ilic (8), Robert Gunnarsson (3), Alexandros Alvanos (6), Viktor Szilagyi (1), Adrian Phahl, Vedran Zrnic (4), Audrey Tuzolana (1)

 

 

Stimmen zum Spiel

Sead Hasanefendic 

Sead Hasanefendic: „Ich bin nicht völlig unzufrieden mit einem Punkt, aber wir haben eine große Chance gehabt mit einem Sieg nach Hause zu fahren. Wir haben über weite Strecken des Spiels sehr geduldig und konzentriert gespielt. Auch Einsatz und Präzision haben gestimmt. Doch zum Schluss fehlte uns leider die Cleverness. Wenn wir ruhig weitergespielt hätten, wäre der Sieg an uns gegangen. Doch dann haben wir zu hektisch abgeschlossen und haben Tore durch schnelle Gegenstöße kassiert. Plötzlich war die Präzision nicht mehr da und Nordhorn kam zurück ins Spiel. Ich bin nicht glücklich über das Ergebnis, aber ich kann damit leben. Wir haben zwar versäumt, das Spiel für uns zu entscheiden, doch trotzdem hat meine Mannschaft eine ordentliche Leistung gezeigt. Ich denke aber, dass beide Mannschaften noch besser spielen können.“

 

Ola Lindgren 

Ola Lindgren: Wir hatten Schwierigkeiten zu unserer 6:0-Abwehr zu finden und haben viele Rückraumtore kassiert. Gummersbach war sogar fünf Tore vorne und das Spiel war fast verloren. Doch wir sind zurückgekommen und das war sehr positiv und wird uns Schwung geben. Die Mannschaft hat gemerkt, dass sie mit Kampf und Herz die Abgänge kompensieren kann. Ich glaube, das Spiel war sehr wichtig für die Zukunft. Es ist schön zu sehen, dass meine Mannschaft nicht aufgibt und immer weiter macht. Ich stimme Sead Hasanefendic zu: Beide Mannschaft können mit dem Punkt leben.

 

 Quelle: VfL Gummersbach / Holger Klein, Pressesprecher

 

 


 

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06 1302 · 07 3 · # Montag, 18. Dezember 2017