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SG Flensburg-Handewitt – VfL Gummersbach 36:29 (16:13)

In der ausverkauften Campushalle konnte der VfL vor 6000 Zuschauern am Samstagnachmittag nicht die Leistung abrufen, die drei Tage zuvor den spektakulären Sieg in Kiel ermöglicht hatte. Die Niederlage beim Vizemeister der vergangenen Saison musste einkalkuliert werden, deshalb war die Stimmung im Gummersbacher Lager nach den sechzig Minuten durchaus positiv. Die sportliche Bilanz der beiden Spiele im Norden kann sich schließlich sehen lassen, denn mit zwei Punkten liegt das Team von Trainer Alfred Gislason über den Erwartungen. Schmerzhafter war dagegen die erneute Verletzung von Alexis Alvanos, der schon in der 7. Minute vom Feld getragen wurde. Nach einem Sprungwurf knickte der Linkshänder bei der Landung um, auf Grund einer ersten Diagnose vor Ort droht dem Griechen eine mehrwöchige Pause, da eine schwere Bänderdehnung oder sogar ein Bänderriss die Ursache für die Schwellung am Gelenk sein könnte.

Sigurdson
Archivfoto “Gudjon Sigurdsson”: Christian Sasse

Zunächst sah es in Flensburg so aus, als ob der VfL seine Galatour an der Förde fortsetzen wollte. Die Gastgeber legten zwar jeweils zwei Tore vor, doch absetzen konnten sie sich nicht. Vedran Zrnic glich zum 2:2 (6.) aus, Gudjon Sigurdsson zum 4:4 (11.) und Milan Vucicevic zum 6:6 (16.).

Avaros
Allerdings wurde bald klar, dass an diesem Tag durch den Ausfall von Alvanos (links auf dem Archivfoto) der Spielfluss etwas ins Stocken geriet.

Während zudem bei Flensburg Torwart Dan Beutler in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit einige tolle Paraden zeigte, reichte es nach dem 9:8 (20.) für eine knappe Führung, da sein Team auf der anderen Seite immer wieder Lücken am Kreis fand. Weil VfL-Keeper Goran Stojanovic die sensationelle Quote der letzten beiden Spiele nicht erreichte, kam nach der Pause Nandor Fazekas einige Minuten zwischen die Pfosten, ohne Akzente setzen zu können. Die Mängel seiner Vorderleute im Abschluss bestrafte Flensburg jetzt mit einer Serie von Gegenstößen, so dass in der 45. Minute mit dem 28:20 praktisch eine Vorentscheidung gefallen war, auch wenn sich der VfL nicht aufgab. Als in der 51. Minute Christian Ramota einen Siebenmeter halten konnte und im Gegenzug Milan Vucicevic mit seinem fünften Treffer auf 30:26 verkürzte, wurde es doch noch einmal spannend.

Erst eine Zeitstrafe und ein technischer Fehler brachte Flensburg den entscheidenden Vorteil und die Fans in Feierstimmung. Am Ende fiel im Showdown die Niederlage nach den letzten Gegenstößen allerdings etwas zu hoch aus.

Vfl Trainer

Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach):
Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht, im Angriff und in der Abwehr. Vor allem die Abwehr und die Torhüter hatten nicht den Standard des Kieler Spiels. So war es eine verdiente Niederlage.

Um in Flensburg zu gewinnen, muss auf allen Positionen alles klappen. Das war heute nicht der Fall. Dass im dritten schweren Spiel in einer Woche ein Substanzverlust als Ursache für unsere Leistung herangezogen wird, ist zu diesem frühen Saisonzeitpunkt für mich kein Argument. Wir konnten schließlich zwei Tage regenerieren.

Dass Alexis Alvanos ausfiel, war natürlich schlecht für uns. Andererseits haben wir auch schlecht geworfen und Dan Beutler super gehalten. Nach der Pause waren wir zwar hin und wieder in Unterzahl, aber insgesamt stand die Abwehr einfach nicht so kompakt. Noch einmal: für einen Sieg muss das Gros der Mannschaft die Topleistung bringen, das war leider nicht so.

Text: VfL Gummersbach

 


 

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06 1278 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017