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VfL Gummersbach Sieg gegen HC Erlangen wird zur Pflicht am 2. Weihnachtstag @SCHWALBE arena

  • Emir Kurtagic fordert von seinen Jungs am 2. Weihnachtstag vor vollen Rängen in der SCHWALBE arena einen Sieg gegen den HC Erlangen
  • VfL Gummersbach gegen HC Erlangen (Montag, 26. Dezember (2. Weihnachten) Anpfiff 17:15 Uhr, SCHWALBE arena


VfL Gummersbach Sieg gegen HC Erlangen wird zur Pflicht am 2. Weihnachtstag @SCHWALBE arena – Das Jahr 2016 neigt sich mit Riesenschritten dem Ende zu – und auch die DKB-Handball-Bundesliga feiert am 2. Weihnachtstag (und am Dienstag, 27. Dezember) den Jahresausklang. Bevor die „stärkste Liga der Welt“ in die sechswöchige WM-Spielpause geht, steht aber noch der komplette erste Rückrundenspieltag an. Auf den VfL Gummersbach wartet dabei in der SCHWALBE arena ein brisantes Heimspiel gegen den Aufsteiger HC Erlangen. Dabei brennen die Schützlinge von Trainer Emir Kurtagic nicht nur auf Wiedergutmachung für die 29:30-Hinspielniederlage in der Nürnberger Arena, vielmehr brauchen sie nach der vermeidbaren 26:29-Niederlage beim TSV Hannover-Burgdorf unbedingt wieder ein Erfolgserlebnis, um als Tabellenzwölfter (13:19 Punkte) den Anschluss an das Mittelfeld nicht gänzlich aus den Augen zu verlieren. Im Gegenteil: Bei einem neuerlichen Negativerlebnis droht der VfL sogar in die Nähe der Abstiegszone abzurutschen. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Redaktionelle Fotoanfragen gerne telefonisch an 0171-6888777 oder per Email: cs@ntoi.de 

Allerdings, wenn sich Christoph Schindler und seine Mannschaftskameraden am 2. Weihnachtstag keine negative Bescherung erleben wollen, dann brauchen sie über 60 Minuten eine starke und hochkonzentrierte Leistung. Schließlich reisen die Gäste aus Franken mit stolz geschwellter Brust und viel Selbstvertrauen ins Oberbergische. Zur Erinnerung: Während unsere Handballer am Mittwoch tief enttäuscht die Heimreise aus der niedersächsischen Landeshauptstadt antreten mussten, feierte der HC Erlangen vor eigenem Publikum einen doppelten grandiosen 31:22 (14:11)-Sieg gegen den SC DHfK Leipzig, der vor allem in dieser Höhe für Erstaunen in der Handballszene auslöste.

 

Dabei überzeugte das Team des schwedischen Trainers Robert Andersson durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, wobei Spielmacher Jonas Link und der spanische Rückraumlinke Isaias Guardiola (kam zu Saisonbeginn vom ungarischen Abonnementmeister MKB Veszprem) mit je sieben Toren die erfolgreichsten Werfer der Franken waren. Großen Anteil an dem hohen Kantersieg hatte aber auch Ex-Nationaltorhüter Nikolas Katsigiannis, der nach seinem einjährigen Gastspiel beim THW Kiel nach Erlangen zurückkehrte, mit sechs gehaltenen Siebenmetern (!). Durch diesen Erfolg verbesserte sich Erlangen mit 16:18 Punkten auf den 9. Tabellenplatz.

 

Wenn man sechs Auswärtsspiele in Folge verliert, werden Heimsiege gegen Mannschaften auf Augenhöhe zur Pflicht. Ein solches erwartet den VfL am 2. Weihnachtstag. „Wir wissen um die Stärke des Gegners, aber wir müssen dieses Spiel gewinnen, egal wie“, fordert VfL-Trainer Emir Kurtagic, der seine Jungs auch morgigen Heiligabend zum Training bittet. Es gibt zwei Gründe, warum sich die Gummersbacher gegen Erlangen keine Blöße geben können. Zunächst einmal benötigt der VfL zwingend die zwei Punkte, um nicht gänzlich den Anschluss zu verlieren. Darüber hinaus möchte es Kurtagic vermeiden, sein Team mit einem Misserfolg in die lange Bundesligapause zu entlassen. 

 

Durch die Erfolge in der Bundesliga bestätigen die Franken viele Handballexperten, die den HC Erlangen schon vor dem Saisonstart als „keinen normalen Aufsteiger“ einstuften. Und der HCE unterstrich vom ersten Spieltag an, dass er diesmal „gekommen ist, um zu bleiben“, und der direkte Wiederabstieg nach dem ersten Aufstieg in die HBL (2014) ein einmaliger Ausrutscher sein soll. Und im Gegensatz zu ihrer ersten Bundesligasaison überzeugen die Erlanger nicht nur in der heimischen Arena, sondern sie treten nun auch auswärts mit viel Selbstbewusstsein auf, wie die beiden Auswärtssiege in Balingen-Weilstetten und Göppingen beweisen. Selbst die Rhein-Neckar-Löwen mussten sich in der heimischen SAP-Arena am vorletzten Spieltag gewaltig strecken, bevor der knappe 29:27-Sieg gegen den kecken und spielstarken Aufsteiger unter Dach und Fach war, wobei Erlangen die Partie bis in die Schlussphase ausgeglichen gestalten konnte.

 

Wenn man sich allerdings den Kader der Franken näher ansieht, dann kommt das gute Abschneiden nicht überraschend, denn das HCE-Team bewies schon in der vergangenen Saison mit dem souveränen Aufstieg seine Spielstärke – und wurde vor der zweiten Saison in der DKB-Bundesliga noch einmal systematisch mit erfahrenen Akteuren verstärkt. Neben den bereits erwähnten Katsigiannis und Guardiola verpflichteten die HCE-Verantwortlichen mit Michael Haaß einen Weltmeister vom SC Magdeburg und vom französischen Spitzenklub mit dem Slowenen Uros Bundalo einen Top-Kreisläufer.

 

Zu den Leistungsträgern der Franken gehört mit Ole Rahmel auch ein Ex-Gummersbacher, der in Erlangen zum Nationalspieler reifte und mit über 100 Saisontoren auch wieder in der Spitzengruppe der HBL-Torjägerliste zu finden ist. Zusammen mit dem Slowaken Martin Stranovsky bildet Rahmel eine überaus torgefährliche Flügelzange. Und im Rückraum hat Trainer Andersson neben Haaß, Guardiola und Jonas Link, deren Qualitäten oben schon beschrieben wurden, mit Pavel Horak, Nikolai Link, Nikolai Theilinger und Johannes Bayer weitere wurfstarke Akteure zur Verfügung und damit buchstäblich die Qual der Wahl. 

Quelle: VfL Handball Gummersbach GmbH

 

 

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06 752 · 07 3 · # Dienstag, 24. Januar 2017