Home / NEWS-Koeln.de / (K) Polizeibericht / Köln: Wollte sich der FC-Hennes auf der A3 umbringen? Kölner Polizisten retten mutmaßlichen Suizidenten

 
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Kölner Polizisten retten mutmaßlichen Suizidenten auf A 3

  • Schwante „1. FC-Hennes“ etwas Böses?
  • „Alarm für Cobra 11“ auf der Bundesautobahn 3 
  • Zwei Streifenwagen, darunter ein VW-Bus, mit Sonder- und Wegerechten entsandt


Wörtlich zitiert aus dem Original Polizeibericht: Jäh, ließen die geistesgegenwärtigen Notrufe gleich mehrerer Autofahrer auf der Bundesautobahn 3 am Dienstagnachmittag (07. Februar 2017) die Leitstelle Köln aufhorchen. Zur Abwendung der augenscheinlich nahe dem Kreuz Siegburg/Bonn drohenden Gefahr wurden umgehend zwei Streifenwagen, darunter ein VW-Bus, mit Sonder- und Wegerechten entsandt. Gleichzeitig erhielt auch die Feuerwehr Rhein-Sieg über das dramatische Geschehen Kenntnis. Denn auf dem Seitenstreifen der Richtungsfahrbahn Frankfurt hatten die Melder gegen 17:00 Uhr jemanden entdeckt, der mutterseelenallein und per pedes unterwegs war. Und sich zu allem Überfluss entgegen der Fahrtrichtung bewegte. Kurz hinter dem Kreuz wurden die Streifenwagenbesatzungen auf den augenscheinlich Orientierungslosen aufmerksam. Einer der Uniformierten wusste den im Übrigen nach wie vor Unbekannten auch spontan zu klassifizieren: „Das ist ein Capra – eindeutig erkennbar an den mitgeführten Stirnwaffen!“  [Medienarchiv Foto+TV Agentur NTOi.de – Redaktionelle Fotoanfragen gerne telefonisch an 0171-6888777 oder per Email: cs@ntoi.de]

Um die Lebensgefahr für den Einsatz-Verursacher zu eliminieren, bremsten die Polizisten den in südlicher Richtung brausenden Verkehr stark herab. Mit laufendem Blaulicht wurde der Seitenstreifen abgesichert. Als die Beamten jedoch ausstiegen, um den ihnen Unbekannten zu ergreifen, gab dieser jedoch plötzlich Fersengeld. Mehrfach mussten die Einsatzkräfte Anlauf nehmen, um letztlich den Zugriff erfolgreich zu tätigen. Im Schwitzkasten wurde der nunmehr in Gewahrsam Genommene abgeführt.

Im Bulli fuhren die Einsatzkräfte den Zurückhaltenden und altersmäßig schwer Einzuschätzenden zunächst zur Autobahnpolizeiwache St. Augustin. Zu energischen Fragen nach seiner Identität und vor allem Herkunft schwieg er sich beharrlich aus. Letzten Endes wurde der in Gewahrsam Genommene einer Unterkunft in Bad Honnef zugeführt.

Welchem Ziegenbesitzer der Paarhufer ausgebüxt war, ließ sich bislang nicht eruieren. In unmittelbarer Nähe des Auffinde-Orts liegen keine Weiden. Die Polizei Köln kann aktuell nicht ausschließen, dass es sich bei dem Unbekannten zumindest um einen Angehörigen des FC-Maskottchens „Hennes“ handelt. Möglicherweise hatte er sich in schlimmer Vorahnung des Spielergebnisses dieses Abends beim Hamburger SV in suizidaler Absicht auf die Autobahn begeben. Doch eine solche Interpretation ist vollkommen spekulativ. Denn weiterhin lässt der – aktuell gemütlich an einem Futtertrog mampfende – Ziegenbock sich nicht zu den im Raume stehenden Fragen ein. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

 

 

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06 1412 · 07 5 · # Montag, 27. März 2017