Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

(straßen.nrw). Zum Ferienbeginn zeigen sich die Autobahnen in Nordrhein-Westfalen auf die zu erwartende Reisewelle gut vorbereitet. “Etliche Reparatur- und Baumaßnahmen schließen wir noch in diesen Tagen rechtzeitig vor Ferienbeginn ab, um den Verkehr an den Hauptreisewochenenden möglichst flüssig zu halten”, erklärte Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz in Gelsenkirchen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass an den Hauptreisetagen stauanfällige Tagesbaustellen nicht eingerichtet werden.

 

Eng könne es auf den Hauptreiserouten trotzdem werden, wenn beispielsweise am Freitagnachmittag der Berufsverkehr und der beginnende Urlaubsverkehr sich überschneiden. Die 6.500 Mitarbeiter des Landesbetriebes würden aber alles daran setzen, den Verkehr auf den Reiserouten flüssig zu halten.

 

Keine Tagesbaustellen

An den Hauptreisetagen verzichtet Straßen.NRW auf Tagesbaustellen, die für notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten auf den Autobahnen eingerichtet werden müssen. “Ausnahmen wird es natürlich dann geben, wenn Notreparaturen zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit zwingend erforderlich sind” erläuterte Pudenz. “Für diese Fälle sind unsere Autobahnmeistereien auch an den Wochenenden in ständiger Rufbereitschaft.”

Auch die Einrichtung von Baustellen, so Pudenz, findet an den Hauptreisetagen nicht statt. Wenn Großbaustellen neu eingerichtet werden müssen, ist das fast immer mit Sperrung von Fahrstreifen und somit mit Staugefahr verbunden. “Das Bauen unter Verkehr erfordert erheblichen Aufwand in die Sicherung der Baustellen sowohl für die Autofahrer wie auch für die Straßenbauer. Aber wir können ja nicht einen Autobahnabschnitt einfach stilllegen und sanieren oder ausbauen”, erklärte Pudenz. Allerdings müsse man auch darauf hinweisen, dass entgegen landläufiger Meinung Baustellen “nur” zu etwa einem Sechstel an Staus auf den Autobahnen schuld seien, wie der ADAC berichtet. Zwei Drittel aller Staus hätten ihre Ursachen in der akuten Überlastung der Fernstraßen, ein Sechstel resultiere aus Unfällen.

 

Engpässe in Großbaustellen

Eng könne es auf jeden Fall an den bestehenden Autobahngroßbaustellen werden.

Bei Sanierungen oder Erweiterungen von Autobahnabschnitten könnten die Baustellen nicht für die Ferienreisewelle zurück gebaut werden. Hier werde in der Regel der Verkehr einer Fahrspur, manchmal auch beider Fahrspuren auf die Gegenfahrbahn übergeleitet (3 +1 oder 4 + 0 Verkehrsführung), um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen. Auf den verbleibenden verengten Fahrbahnen sei besondere Vorsicht geboten. “Wer hier die gebotenen Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht einhält, gefährdet sich, die anderen Verkehrsteilnehmer und auch die Arbeiter auf den Baustellen”, ermahnte der Straßen.NRW-Chef zur besonderen Vorsicht in Baustellenbereichen.

 

Die großen Baustellen auf einen Blick:

A1

  • – von Wuppertal-Langerfeld bis Wuppertal-Ronsdorf, Ausbau (11.11.2006 –
  • 01.12.2009)
  • – von Remscheid-Lennep bis Burscheid, Ausbau (11.08.2007 – 31.12.2009)
  • – vom Kreuz Köln-Nord bis zum Kreuz Köln-West, Tunnelneubau (11.07.2007 –
  • 31.12.2013)
  • – vom Kreuz Leverkusen bis zum Kreuz Leverkusen-West, Brückenarbeiten
  • (07.03.2009 – 15.12.2009)
  • – vom Kreuz Münster-Süd bis Ascheberg, Brückenarbeiten (25.03.2009 – 30.10.2010)
  • – vom Westhofener Kreuz bis Hagen-Nord, Ausbau (12.01.2007 – 30.09.2009)
  • – von Hamm/Bergkamen bis Kamen-Zentrum, Ausbau (04.05.2008 – 02.10.2009)

A2

  • – von Kamen/Bergkamen bis Hamm-Uentrop, Ausbau (07.01.2008 – 19.12.2009)

A3

  • – vom Kreuz Oberhausen bis zum Kreuz Oberhausen-West, Brückenarbeiten
  • (15.05.2009 – 06.07.2009)
  • – von Leverkusen bis Köln-Dellbrück, Brückenarbeiten (12.10.2008 bis 28.02.2011)
  • – vom Dreieck Heumar bis Rösrath, Deckenarbeiten (26.06.2009 – 05.08.2009)

 

A4

  • – vom Kreuz Aachen bis Düren, Ausbau (28.09.2008 – 30.08.2009)
  • – von Düren bis Buir, Brückenarbeiten (02.08.2008 – 15.07.2009)
  • – von Buir bis Kerpen, Brückenarbeiten (07.02.2009 – 30.12.2009)
  • – vom Kreuz Köln-Ost bis Köln-Merheim, Deckenarbeiten (07.06.2009 – 07.08.2009)

A40

  • – von Dortmund-Kley bis Wittekindstraße, Ausbau (28.09.2008 – 30.09.2010)
  • – von Gelsenkirchen-Süd bis Bochum-Stahlhausen, Ausbau (04.08.2008 – 31.05.2013)

A42

  • – von Bottrop-Süd bis zum Kreuz Essen-Nord, Brückenarbeiten (14.04.2009 –
  • 14.08.2009)

A45

  • – von Lüdenscheid-Süd bis Drolshagen-Wegeringhausen, Deckenarbeiten (30.06.2009
  • – 30.10.2009)
  • – vom Kreuz Olpe-Süd bis Freudenberg, Deckenarbeiten (20.04.2009 – 23.10.2009)
  • – von Siegen bis Siegen-Eisern, Brückenarbeiten (18.03.2009 – 30.10.2009)

A46

  • – vom Sonnborner Kreuz bis Wuppertal-Katernberg, Schallschutzmaßnahmen
  • (30.06.2008 – 30.09.2009)

A57

  • – von Neuss-Norf bis zum Kreuz Neuss-Süd, Ausbau (29.11.2008 – 20.12.2011)

A59

  • – vom Kreuz Duisburg bis Duisburg-Hochfeld, Ausbau (28.11.2008 – 30.11.2011)

A61

  • – von Weilerswist bis Miel, Deckenarbeiten (25.04.2008 – 06.07.2009)
  • – vom Kreuz Bliesheim bis Swisttal, Schallschutzmaßnahmen in Fahrtrichtung Koblenz (27.01.2009 – 22.07.2009)

 

Servicenummer von Straßen.NRW

Wer Fragen rund um die Autobahnen in NRW hat, bekommt unter der gebührenfreien Telefonnummer 08000-787277 Antworten und Informationen. Die Service-infoline von Straßen.NRW ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr besetzt und nimmt zum Beispiel auch Hinweise auf Servicemängel auf Parkplätzen entgegen.

 

Internetservice www.strassen.nrw.de

Aktuelle Stauprognosen und Hinweise auf Baustellen aber auch sonst allerhand Wissenswertes über die Straßen im größten Bundesland gibt es auf den Internetseiten des Landesbetriebes. Hier sind das ganze Jahr über – täglich neu

– aktuelle Tages- und Dauerbaustellen aufgeführt.

 

Service-Team für Rastanlagen

In der Ferienzeit sind die Rastanlagen an den Autobahnen besonders stark gefragt. Das gilt auch für die WC-Anlagen – sie werden aber leider oft nicht so hinterlassen, wie man sich wünscht, selbige vorzufinden. Straßen.NRW verstärkt deshalb in dieser Zeit den Service auf den PWC-Anlagen. Das 26-köpfige Service-Team, das sich um die Sauberkeit in den Parkplatz-WC-Häuschen kümmert, rückt an den Wochenenden in der Hauptreisezeit zwischen dem 2. Juli und dem 14.

August zweimal täglich an, um für Sauberkeit zu sorgen. Wenn die Frauen und Männer der Service-Truppe in ihren roten Schutzanzügen mit Spezialreinigern und Hochdruckgeräten, Spiralen, Schläuchen und Spezialputzmitteln loslegen, bleibt kein Häuschen so unansehnlich, wie es leider oft hinterlassen wurde.

Zum 21.000 Kilometer langen Straßennetz, das Straßen.NRW betreut, gehören 2.180 Kilometer Autobahnen und 1.739 Kilometern Auf- und Abfahrten zu den Autobahnen.

29 Autobahnmeistereien kümmern sich um die Verkehrssicherheit auf diesen Strecken. In diesem Netz finden sich 72 Tank- und Rastanlagen, 102 bewirtschaftete Parkplätze mit WC-Anlagen sowie über 150 unbewirtschaftete Parkplätze.

 

Fahrverbot für LKW

Damit der Ferienreiseverkehr möglichst reibungslos fließen kann, hat der Bundesminister für Verkehr auf den Hauptreiserouten zusätzlich zum generellen Sonntagsfahrverbot für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen ein Fahrverbot an den Samstagen zwischen dem 1. Juli und dem 31. August erlassen. (Auch in dieser “Ferienreiseverordnung” gelten Ausnahmetatbestände für besondere Transporte und Güter).

In Nordrhein-Westfalen gehören zu diesen Strecken, auf denen schwere LKW samstags zwischen 7 und 20 Uhr nicht fahren dürfen:

  • A1 von Autobahnkreuz Köln-West über Autobahnkreuz Leverkusen-West, Wuppertal, Kamener Kreuz, Münster bis Anschlussstelle Cloppenburg und von Anschlussstelle Oyten bis Horster Dreieck
  • A2 von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Bad Oeynhausen
  • A3 von Autobahnkreuz Oberhausen bis Autobahnkreuz Köln-Ost, von Mönchhof Dreieck über Frankfurter Kreuz bis Autobahnkreuz Nürnberg
  • A45 von Anschlussstelle Dortmund-Süd über Westhofener Kreuz und Gambacher Kreuz bis Seligenstädter Dreieck
  • Reisefertig auch für Fahrer und Fahrzeug Der Landesbetrieb hat damit nach eigenen Angaben seine Hausarbeiten gemacht, um ein möglichst flottes und sicheres Durchkommen zum Urlaubsziel zu ermöglichen.

 

Winfried Pudenz appellierte an die Autofahrer, sich ebenfalls sorgfältig auf die Reise vorzubereiten. “Fitte Fahrer in einem urlaubsfitten Fahrzeug sind ein unbedingtes Muss.” Wer immer es einrichten könne, solle die besonders belasteten Freitage als Reisetage meiden und lieber antizyklisch an den verkehrsschwächeren Wochentagen (Dienstag und Mittwoch) an den Start gehen. Dass Fahrer und Fahrerin ausgeschlafen starten, sollte eigentlich ebenso selbstverständlich sein, wie ein verkehrssicheres und nicht überladenes Fahrzeug. Auch eine ordentlich ausgearbeitete Reiseroute einschließlich möglicher Alternativen könne viel Stress auf der Fahrt in die schönsten Wochen des Jahres vermeiden helfen, appellierte der Hauptgeschäftsführer an die Autofahrer.

 

SPEZIAL

Aber sicher: Das Auto richtig beladen!

Urlaub – das heißt Erholung. Mit Erholung und ohne Hetze sollten auch die Reisevorbereitungen beginnen. Dazu gehört die Sicherheit während der Reise mit dem eigenen Fahrzeug.

Vor dem Beladen sollten Sie ihr Fahrzeug checken und vor allem Reifenluftdruck, Ölstand und Scheibenwaschanlage begutachten. Der Luftdruck der Reifen ist nach den Vorgaben für vollbeladene Fahrzeuge zu bemessen.

Als “Verpackung” für das Gepäck sollte man lieber auf Koffer oder große Taschen zurückgreifen, statt alles in kleine lose Säcke zu stecken. Denn bei einer Panne ist man schneller am Bordwerkzeug und am Ersatzreifen, wenn man nicht so viel auszuladen hat. Den Erste-Hilfe-Kasten sollte man ohnehin nicht irgendwo im Gepäckraum ganz unten verstauen.

 

Gefährliche Geschosse

Da moderne Fahrzeuge eine abnehmbare Gepäckraumabdeckung haben, neigt man manchmal dazu, die Ladung nach oben, weit über die hinteren Sitze zu packen. Kommt es dann zu einer Bremsung, können Taucherbrille und Walkingsticks zu gefährlichen Geschossen werden. Wer kein Gepäcknetz oder Abtrenngitter hat, sollte mit Gurten die Ladung vor dem Verrutschen sichern und darauf achten, dass Kleinteile möglichst unter der Oberkante der Rücksitzlehne verstaut werden.

 

Transport von Rädern

Fahrräder gehören heute auch bei vielen Urlaubern zum Urlaubsgepäck und werden auf dem Dach oder auf der Anhängerkupplung transportiert. In beiden Fällen ist es wichtig, die Befestigungshinweise des Trägerherstellers zu beachten. Die Räder sind nicht nur gegen Verrutschen zu sichern, sondern sollten auch noch jeweils mit stabilen Kurzgurten an den Rädern auf dem Träger fixiert werden. So kann sichergestellt werden, dass sie im Ernstfall nicht verlorengehen oder andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder die 2.100 Straßenwärter des Landesbetriebes die Räder und Surfbretter wieder von den Autobahnen fischen müssen. Überladen Sie auch die Träger nicht! Gibt ein Hersteller an, dass nur zwei Fahrräder auf seinem Träger transportiert werden dürfen, dann sollte man nicht noch ein drittes Rad draufsetzen.

 

Hund an Bord

Für Hunde, die auf dem Rücksitz mitfahren sollen, gibt es an das Rückhaltesystem des Fahrzeugs angepasste Gurte. Besser ist eine Transportbox, die bei Kombifahrzeugen im Heck mit Gurten befestigt werden sollte. Kleinere Tiere sollte man am besten immer mit einer Transportbox befördern, die mit dem Gurt zusätzlich gesichert werden kann. Vermeiden Sie während der Fahrt, mit Ihrem tierischen Liebling zu schmusen oder zu spielen, da die Aufmerksamkeit leiden könnte und Sie eine brenzlige Situation riskieren. Denken Sie bei längeren Fahrten auch an Wasser in entsprechenden Wasserbehältern für Ihre lieben Vierbeiner.

 

Belastungsgrenzen beachten

Wohnwagen oder Anhänger verleiten häufig dazu, mehr in den Urlaub mitzunehmen als notwendig. Wichtig ist aber, dass die zulässige Anhängelast, die Stützlast der Anhängerkupplung und das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers nicht überschritten werden. Die Gegenstände sollten gleichmäßig im Anhänger verteilt werden, wobei große und schwere Gegenstände möglichst über die Achsen gepackt werden sollten. Kontrollieren Sie bei einem Wohnwagen auch Ihre Gasflaschenanlage. Sind die Ventile in Ordnung, und kann die Propangasflasche sicher in der dafür vorgesehenen Box stehen? Bei Zweifeln wenden Sie sich an den Hersteller des Wohnwagens oder an einen Fachbetrieb, der sie zum Zustand Ihrer Gasflaschenanlage beraten kann.

 

Quelle: Bernd A. Löchter

 

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 1583 · 07 2 · # Dienstag, 5. Dezember 2017