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Rückspiel EHF Cup! VfL Gummersbach reist nach Kosovo. Trotz 27 Tore Vorsprung tritt Trainer Hasanefendic mit seine stärksten Mannschaft gegen KH Kastrioti-Ferizaj an…

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Es ist eine Europapokalreise, die ein Handballclub nicht alle Tage macht: Der VfL Gummersbach tritt am Samstag um 19 Uhr zum Rückspiel der Drittrundenbegegnung im Pokal der Pokalsieger beim kosovarischen Vertreter KH Kastrioti-Ferizaj an. Das noch junge Land kämpft weiterhin mit den Nachwirkungen des Kosovokrieges.

 

Doch in einigen Bereichen ist so etwas wie Normalität eingekehrt. So fanden erst vor zwei Wochen erstmals nach der Unabhängigkeitserklärung im vergangenen Jahr Kommunalwahlen statt und auch im Sport sind schon viele Organisationsstrukturen geschaffen worden. So nehmen die kosovarischen Clubs schon seit einigen Jahren an den EHF-Wettbewerben teil.

 

 

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Die herausragende Mannschaft in der Handballliga des Kosovo ist der VfL-Gegner KH Kastrioti-Ferizaj, der ungeschlagen die Tabellenspitze der „Super Liga“ anführt. Im Hinspiel wurde jedoch deutlich, dass der Unterschied zwischen kosovarischer und deutscher Liga gleich mehrere Klassen beträgt, das Team von Trainer Sead Hasanefendic muss sich nach dem 48:21-Hinspielsieg also keine Gedanken um das Weiterkommen in die nächste Runde machen.

 

 


Die Mannschaft fliegt am Freitag um 10.20 Uhr von Düsseldorf nach Zürich, von dort geht es um 13.15 Uhr weiter nach Pristina, wo der VfL-Tross um 15.20 Uhr landen soll. Vom Flughafen geht es dann mit dem Bus nach Ferizaj. Nach dem Einchecken in dem Hotel mit dem ungewöhnlichen Namen „XXL“ ist für 18.30 Uhr noch eine Trainingseinheit geplant. Am Samstagvormittag steht ein kurzer Besuch des Bürgermeisters von Ferizaj auf dem Programm, danach beginnt die Vorbereitung auf das Rückspiel um 19 Uhr in der „Bill Clinton Hall“. Auf Zuschauerunterstützung müssen die Oberbergischen nicht verzichten: Das Fernmeldebataillon 801 aus Neubrandenburg, das sich im Rahmen der Natofriedensmission KFOR im Kosovo-Einsatz befindet, hat sein Kommen ebenso angekündigt wie eine Einheit der ebenfalls im Kosovo stationierten deutschen Bundespolizei. Ein deutscher General wird sich das Spiel anschauen und auch der deutsche Botschafter im Kosovo ist vom kosovarischen Handballverband zu dem Spiel eingeladen.

 

Zum Dank für die Unterstützung vor Ort wird die VfL-Mannschaft am Sonntag das Feldlager des Fernmeldebataillons in Prizren besuchen. Neben einer Besichtigung und Gesprächen mit der dortigen Handball-AG wird die oberbergische Delegation auch mit den Soldaten zu Mittag essen. Die Einheit wird den VfL dann auch zum Flughafen nach Pristina begleiten, damit der Rückflug um 15.55 Uhr angetreten werden kann. „Der Kosovo mit all seinen Problemen kennen die meisten von uns doch nur vom Fernsehen. Und meistens sind es schlechte Schlagzeilen. Insofern finde ich es gut, dass wir die Gelegenheit nutzen, um das KFOR-Engagement im Rahmen unserer Möglichkeiten zumindest ein wenig zu unterstützen. Ich bin absolut sicher, dass das Team dabei richtig mitziehen wird und etwas von dem Besuch mit nach Hause nehmen wird“, so VfL-Geschäftsführer François Xavier Houlet. Der sportliche Aspekt der Reise stehe natürlich im Vordergrund, „ich finde es aber richtig gut, wenn sich der VfL bei den KFOR-Truppen präsentiert. Für uns ist das eine gute Gelegenheit, etwas über den Auftrag der Bundeswehr vor Ort zu erfahren“, so Zouzou Houlet weiter.

 

 

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Der Einzug in die vierte Runde des Europapokal der Pokalsieger ist dem VfL nach dem überdeutlichen 48:21-Hinspielsieg eigentlich nicht mehr zu nehmen, doch trotzdem verlangt VfL-Coach Sead Hasanefendic eine konzentrierte Leistung von seinem Team. „Wir haben Respekt vor der Mannschaft von KH Kastrioti Ferizaj und den Zuschauern in der Halle, daher werden wir kein Schaulaufen veranstalten, sondern das Spiel engagiert und diszipliniert angehen, als sei es ein Bundesligaspiel“, versichert der bosnische VfL-Coach, der nur auf den verletzten Adrian Pfahl verzichten muss. „Die kosovarische und die deutsche Liga trennen Welten, doch trotzdem werde ich mit meiner stärksten Mannschaft antreten. Unser nächstes Bundesligaspiel ist erst in einer Woche, alle Mitfahrer sind gesund, ich muss also niemanden schonen“, sagt Sead Hasanefendic.

 

Schiedsrichter der Partie sind die Italiener Giovanni Cropanise und Mauro Mondin.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1898 · 07 2 · # Freitag, 8. Dezember 2017