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Deutschland versinkt weiter im Winterchaos! Tiefdruckgebiet Daisy rast mit bis zu 50 cm Neuschnee auf uns zu. Angst vor Blizzard (Schneesturm). Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 70 km/h. Streit um Streusalz! In einigen Regionen wird es knapp…

Die Schneeräumfahrzeuge sind im Dauereinsatz! Das kommende Wochenende wird nicht nur ungemütlich, sondern auch gefährlich warnen Experten. Das Winterchaos verschärft sich. Der ADAC warnt vor Reisen mit dem Auto in höhere Gebirgslagen. “Dort sollten auf keinen Fall die Schneeketten vergessen werden!” Als Faustregel an diesem Wochenende gilt bei längeren Fahrten: Den Tank gut füllen und keine Spritexperimente machen, denn durch Heizung, Schnee, Staus und andere Einflüsse verbrauchen Autos mehr Sprit, als gewohnt. Für den Fall eines Staus und blockierte Strassen durch Schnee, sollte stets eine warme Decke und Getränke mitgeführt werden um längere Pausen im Auto gut überbrücken zu können. Archivfotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de

 

(Von Christian Sasse) – Das Winterchaos bringt auch seine Skurrilen Sachen mit sich. In Magdeburg hatte die Autobahnpolizei auf der A2 mit einem extravagantem Frostproblem zu kämpfen. Ein Tierfuttertransporter hatte insgesamt 25 Tonnen Erbsenpüree an Board und verunfallte. Die Ladung verteilte sich auf einer Strecke von mehr als 200 Metern und fror fest. Eine Spezialfirma musste  für die Räumung angeheuert werden.

 

 


Die Kälte und das Schneetreiben sollen laut Wetterexperten bis Mitte nächster Woche anhalten. Die Rettungsdienste in Deutschland schieben Sonderschichten. Viele Sporthallen, vor allem in Sachsen-Anhalt sind wegen der Einsturzgefahr durch die Last der Schneemassen auf den Dächern gesperrt. In einigen Gemeinden ist die Müllabfuhr eingeschränkt.

 

 


Kinder haben dennoch ihren  Spaß im Schnee. Auch die Größen Lebewesen haben es nicht leicht. In vielen Zoos erhalten u. a. Giraffen und andere große Tiere, wegen der Gefahr auf dem Glatteis auszurutschen, totales Hausverbot. Kinder erhalten in verschiedenen Regionen, wie in Niedersachsen, schulfrei, weil die Schulbusse nicht mehr durch kommen. Der Winter hat “good Old Germany” also fest in Griff.

 

In Hamburg gibt es teilweise eine Zwangspause für die Binnenschiffer. Da das Eis auf dem Elbe-Lübeck-Kanal bis zu 15 Zentimeter dick war, wurde bereits am Donnerstag der Binnenschiffs-Verkehr lahm gelegt und rund 60 Kilometern gesperrt.

 

 

Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehren haben es schwer mit der eisigen Kälte. Eingefrorene Schläuche, Einsatzfahrten auf spiegelglatten Fahrbahnen und teilweise eingeschneite und zu geparkte Hydranten machen das Leben der Einsatzkräfte nicht gerade zum Zucker schlecken.

 

 

Raucher sollten sich wärmer anziehen, denn sie kühlen schneller aus, als Nichtraucher, da Nikotin die Blutgefäße verengt. Die Freunde der Vierbeiner sollen nach dem Gassi gehen darauf achten das ihr Hund die Pfoten mit lauwarmen Wasser ausgespült bekommt und die Haare zwischen den Pfoten sollten sehr kurz gehalten werden.

 

 


Der Deutsche Wetterdienst sagt in einigen Teilen Deutschlands bis zu 50 cm Neuschnee voraus!! 20 Zentimeter Schnee und heftigen Wind soll im Rheinland einkehren. Großes Problem für viele Räumdienste: Streumittel werden knapp! Erst am Sonntag soll es zu Besserungen kommen, da es dann endlich in den meisten Regionen aufhören soll zu schneien.

 

In Düsseldorf kämpft der Winterdienst mit über 160 Personen in drei Schichten auf dem Flughafengelände gegen den Schnee und die Kälte. “Die Lager seien mit Flüssig-Enteister gut gefüllt”, bestätigte ein Flughafensprecher.

 

 


Das Winterchaos Chaos hat noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, Polizei, Winterdienste und Flughäfen sind gerüstet auf den angekündigten Blizzard.

 

Ein Blizzard ist ein starker Schneesturm, der hauptsächlich in Nordamerika vorkommt. Dieser entsteht infolge eines kräftigen Kaltlufteinbruchs aus Richtung der Polarregionen. Die Bezeichnung eines heftigen Schneesturms als Blizzard wurde später auch in anderen Regionen, wie z. B. in der Antarktis und in Nordskandinavien, übernommen.

Wenn wir uns die Definition für einen “nordamerikanischen Blizzard” ansehen, treffen alle Erscheinungen auf den angekündigten Deutschen Schneeturm ein: Tiefe Temperaturen: ca. -6 Grad Celsius oder tiefer. Hohe Windgeschwindigkeiten ab ca. 56 km/h, entspricht Windstärke 7 Bft. Große Mengen an Schnee, die die Sichtweite auf 400 Meter oder weniger herabsetzen. Eine Dauer von über 3 Stunden.

 

 

 


In NRW gibt es Streit ums Streusalz. Städte und Gemeinden klage aufgrund von Engpässen der Streusalz Lieferanten. Autobahnmeistereien werden bei Lieferungen bevorzugt, obwohl laut Liefervertrag zwischen den Händlern und Kommunen, muss innerhalb von 24 Stunden geliefert werden. Wird nicht richtig gestreut, können in Schadensfällen die Städte zu Schadensersatzforderungen herangezogen werden.

 

Die Winterkälte forderte gestern vor allem Tote unter obdachlosen Männern, die auf offener Straße starben. Zehn solcher Fälle sind gestern bekannt geworden. Ein Obdachloser starb unter einem Vordach eines Kindergartens in Ulm (Baden-Württemberg).

 

 

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06 5744 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017