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Pokal der Pokalsieger (Handball): VfL Gummersbach spielt im Achtelfinale gegen ABC de Braga am Samstag 13. Februar um 15 Uhr in der Eugen Haas Sporthalle

Die Pokalwochen für den VfL Gummersbach gehen weiter: Nach dem grandiosen Sieg gegen Kiel am vergangenen Sonntag im Viertelfinale des DHB-Pokals (wir berichten) steht nun das Achtelfinale des Pokals der Pokalsieger auf dem Programm. Am Samstag, 13. Februar, um 15 Uhr (Karten an der Tageskasse erhältlich) empfängt der VfL Gummersbach  im Hinspiel in heimischer Eugen Haas-Halle den portugiesischen Vertreter ABC de Braga. HQ-Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de
„Wir müssen auf der Hut sein und werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen. Der Sieg gegen Kiel ist Geschichte, nun liegt die nächste schwere Aufgabe vor uns“, warnt VfL-Trainer Sead Hasanefendic

 

Die Mahnung erfolgt nicht zu Unrecht. Welche Hausnummer die Portugiesen im eigenen Land sind, verdeutlicht ein Blick auf die Erfolge: die Vereinschronik weist 12 portugiesische Meisterschaften (zuletzt 2006/07) sowie 10 nationale Pokalsiege (zuletzt 2008/2009) aus – und zwar seit 1987 (!). Die erfolgreichste Periode der Vereinsgeschichte waren ohne Zweifel die 90er Jahre. In den Spielzeiten 1990/91 bis 1997/98 gewann Braga 7 von 8 möglichen Meisterschaften in der Liga Halcon.

 

Ausgerechnet in der Saison 1993/94, als der Klub sogar das Endspiel der Champions League gegen die damals beste Vereinsmannschaft der Welt, den spanischen Meister Teka Santander erreichte, musste man auf nationaler Ebene Belenenses Lissabon den Vortritt lassen. Dabei ging das Endspiel im europäischen Landesmeisterwettbewerb mit 22:22 und 21:23 nur denkbar knapp verloren, und auch in den folgenden Jahren machte man in der Königsklasse auf sich aufmerksam.

 

Die Stärke der neunziger Jahre ist mittlerweile verflogen, doch die erste „Sieben“ von ABC de Braga hat immer noch Format: Hugo Figueira hütet nicht nur das Tor von Braga sondern auch der portugiesischen Nationalmannschaft. Sein Vertreter ist der erst 21jährige Bruno Dias, genannt „Giga“. Davor bilden der 37jährige Routinier Eduardo Ferreira, ein 105 Kilogramm-Koloß, und der mazedonische Kreisläufer Levko Naumovski, der im Sommer von Metalurg Skopje nach Portugal kam, das Abwehrzentrum. Im Angriff ist Ferreira eher selten zu finden; hier übernimmt der 32jährige Mittelmann Carlos Matos das Kommando, der für Portugal über 130 Länderspiele absolviert hat. Von den Halbpositionen sollen Linkshänder Eduardo Salgado, wie Torhüter Figueira aktueller portugiesischer Nationalspieler, sowie Luis Bogas und Jaime Barreiros (beide aus dem linken Rückraum) für Tore sorgen. Der serbische Allrounder Jovan Stankov kann nominell auf allen Rückraumpositionen eingesetzt werden.

 

Die Youngster Jose Rolo (rechter Rückraum) sowie Juniorennationalspieler Tiago Pereira (Rückraummitte) befinden sich dagegen noch in der Lernphase. Das gilt auch für die weiteren jungen Kräfte Mario Peixoto, Miguel Pereira, Hugo Rosario und Luis Oliveira – allesamt 22 Jahre und jünger. Die Außenpositionen bekleiden Fabio Antunes (links) und Eduardo Silva (rechts), den Kreis der schon erwähnte Mazedone Naumovski, neben Stankov der einzige Legionär im Kader von Braga.

 

Seit den erfolgreichen 90er Jahren hat sich Braga weniger eindrucksvoll auf dem europäischen Parkett bewegt. 2004/05 erreichte man immerhin das Finale des Challenge Cups, unterlag aber dem Schweizer Vertreter Wacker Thun. Im folgenden Jahr kämpfte man sich durch die Runden des EHF-Pokals bis ins Achtelfinale (gegen Bidasoa Irun), zuletzt fielen die Portugiesen gegen Metalurg Skopje bzw. den CF Barcelona zweimal durch die Qualifikation zur Champions League. Als Trostpflaster durfte ABC Braga dann zwar jeweils im EHF-Pokal weitermachen, kam hier aber nicht über die 3. Runde hinaus. Insofern ist die diesjährige Qualifikation des portugiesischen Cupsiegers für das Achtelfinale des Pokalsiegerwettbewerbs ein Achtungserfolg. Den erreichten die Handballseefahrer aus Braga am anderen Ende des Mittelmeeres, denn ihr Heimrecht in der 3. Runde hatten die Portugiesen an den zypriotischen Vertreter Cyprus College abgegeben.

 

Trotzdem eroberte man die Insel im östlichen Mittelmeer 27:26 und 29:26. In der heimischen Liga ist Braga derzeit mit zwei Zählern Rückstand auf den amtierenden Meister Porto auf Rang 2 knapp vor den Verfolgern Belenenses Lissabon und Madeira aussichtsreich platziert. Der VfL wird den Gegner also nicht auf die leichte Schulter nehmen – auch weil mit Rechtsaußen Vedran Zrnic ein ganz wichtiger VfL-Crack mit einer Knieverletzung ausfällt.

 

„Wir wollen wie schon im vergangenen Jahr gegen Aragon im Heimspiel den Grundstein für das Erreichen des Viertelfinales legen. Ich erwarte von meiner Mannschaft eine ähnlich konzentrierte und engagierte Leistung wie gegen Kiel, damit wir beruhigt zum Rückspiel nächste Woche nach Braga reisen können“, sagt Sead Hasanefendic, der auch auf die Unterstützung der Zuschauer hofft. „Wie sehr eine volle Eugen Haas-Halle meiner Mannschaft helfen kann, haben wir gegen Kiel gesehen. Da bildeten Mannschaft und Zuschauer eine Einheit, die nicht zu schlagen war“, hofft der VfL-Coach wieder auf großen Zuspruch des Publikums.

 

Die Leitung der Partie haben die dänischen Referees Dennis Stenrand und Anders Birch.

 

 

 

 

Mit dem Sonderzug zum Final Four nach Hamburg

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Am 10. und 11. April geht der Pokalwahnsinn weiter: Der VfL Gummersbach hat sich durch einen sensationellen Sieg über den Titelverteidiger THW Kiel zum zweiten Mal hintereinander die Qualifikation für das Lufthansa Final Four um den DHB-Pokal in der Hamburger Color Line Arena gesichert. Die HBL hat dem VfL für das Handball-Spektakel ein Kontingent von 1600 Karten in vier Preiskategorien sowie VIP-Tickets zur Verfügung gestellt. Im Ticketpreis ist auch in diesem Jahr wieder ein spezielles VfL-Final Four-T-Shirt enthalten.

 

Die Eintrittskarten können ab sofort bestellt werden. Die maximale Bestellmenge ist zunächst auf vier Karten pro Person begrenzt. Jeder Fan kann sich ab sofort Tickets bestellen, das Vorkaufsrecht haben zunächst aber Sponsoren, Dauerkarteninhaber und Fanclubs. Die Erfahrungen des vergangenen Jahres haben aber gezeigt, dass jeder VfL-Fan, der Tickets für das Lufthansa Final Four haben möchte, auch welche bekommen wird. Der VfL bietet aber mehr als den „normalen“ Ticketverkauf an:

 

Unter dem Motto „Blau-Weiß voran“ wird erstmals ein Final Four-Sonderzug von Gummersbach nach Hamburg fahren. Das gab’s noch nie: Ein Sonderzug nur für die VfL-Fans. Die Anreise erfolgt am frühen Samstag vom Bahnhof Gummersbach, Sonntagnachmittag geht es dann wieder zurück. Der Zug ist mit einem Partywagen ausgestattet, so dass die Fans sich bereits während der Fahrt auf die grandiose Stimmung des Lufhansa Final Four einstellen können. Der Preis für die Hin- und Rückfahrt beträgt pro Person 69 Euro. Dazu hat der VfL zusammen mit dem Anbieter Teamsportreisen komplette Reisepakete zusammengeschnürt. Darin sind Zugfahrt, Übernachtung mit Frühstück und die Eintrittskarten für das Lufthansa Final Four enthalten. Die Pakete gibt es in der Preisspanne von 179 bis 499 Euro.

 

 

Alle weiteren Informationen gibt es auf der VfL-Homepage unter www.vfl-gummersbach.de 

 

Zudem stehen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle unter 02261/808310 für Fragen zur Verfügung.

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 


 

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06 2095 · 07 3 · # Montag, 11. Dezember 2017