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VfL Gummersbach – BM Ciudad Real @Kölnarena

 

[ Ciudad Real wurde im November 2006 zum zweiten Mal in Folge Europameister der Vereinsmannschaften in der Kölnarena!  Archivfotos: ´Der Sasse´ Christian Sasse / Fotoagentur NTOi.de ] ] 

 

Kölnarena (Von VfL Gummersbach) – Mit Balonmano Ciudad Real trifft der VfL Gummersbach am dritten Spieltag der Champions League in der Kölnarena (Mittwoch, 18.30 Uhr) nicht nur auf den aktuellen Spanischen Meister, sondern gleichzeitig auf eine der besten Mannschaften der Welt. Seit dem Gewinn des City-Cups im Jahr 1999 mischt die Truppe des Mäzens Domingo Diaz de Mera in der Beletage des europäischen Handballs immer erfolgreicher mit.

 

 

Nach dem Europacup der Pokalsieger in den Jahren 2002 und 2003 wurde die Mannschaft ständig weiter mit internationalen Stars verstärkt. Nachdem das Halbfinale der Königsklasse 2004 noch Endstation war, scheiterte man 2005 noch einmal im Finale am großen Rivalen FC Barcelona, um dann 2006 die Königsklasse zu gewinnen. Die Gummersbacher Fans bekamen im selben Jahr bei der Vereins-Europameisterschaft in der Kölnarena einen hautnahen Eindruck von der Eliteauswahl, damals verlor der VfL im Finale 31:36.

 

 

In der vergangenen Saison war schied das Team um Trainer Talant Dushebajev in der Champions League überraschend im Viertelfinale gegen Portland San Antonio aus. Im laufenden Wettbewerb bewies Ciudad Real seine Klasse aber wieder in der ersten Gruppenphase, da wurde unter anderem die SG Flensburg-Handewitt mit 34:26 und 29:24 zwei Mal vorgeführt. Die Kölnarena-Stammgäste werden am Mittwoch allerdings eine leicht veränderte Auswahl des iberischen Spitzenclubs erleben, der nach Aussage von Flensburgs Trainer Kent-Harry Andersson auch in dieser Saison vierzehn Weltklassespieler in seinen Reihen hat. Neu im Aufgebot sind zwei Leistungsträger von BM Valladolid, der Mannschaft, die den VfL im letzten Jahr in der Königsklasse eliminierte: Spielmacher Vaquero Rodriguez, für den angeblich eine Ablösesumme von 800 000 Euro gezahlt wurde, und Rechtsaußen Roberto Garcia, der den Superstar Mirza Dzomba (zurück nach RK Zagreb) ersetzen soll.

 

Aber nicht nur Dzomba wird am Mittwoch nicht dabei sein. Rodriguez ist verletzt, er zog sich im ersten CL-Spiel bei RK Gorenje Velenje einen Riss der Achillessehne zu. Dazu fällt Torwart Arpad Sterbik, den viele Experten für den Besten seines Fachs in der Welt halten, nach Informationen der Club-Hompepage in den nächsten zwei bis drei Wochen wegen eines Muskelfaserisses aus.

 

Aber zwischen den Pfosten steht mit dem 140-fachen spanischen Nationalspieler und zweifachen Champions-League-Gewinner José Javier Hombrados mehr als Ersatz zur Verfügung, und ansonsten kann Trainer Dushebajev mit Weltklassespielern wie Siarhei Rutenka, Olafur Stefansson, Alberto Entrerrios, Ales Pajovic (warf in der Bundesliga-Hinrunde für den THW Kiel in der Kölnarena zehn Tore), Abwehrspezialist Didier Dinart oder Rolando Urios variieren und auch getrost auf seinen Einsatz verzichten, obwohl er nominell mit dem Slowenen Uros Zorman nur noch einen Spielmacher zur Verfügung hat. Ciudad Real gewann am Sonntagabend auch das zweite Spiel der Hauptrunde locker, das 27:24 gegen Montpellier HB war klarer, als es das Ergebnis ausdrückt. Die Ausgangslage für den VfL ist auch in diesem zweiten Heimspiel der Hauptrunde klar. Mit einer Niederlage würden die Chancen auf den Gruppensieg auf den Nullpunkt sinken, ein Sieg die Spannung erhalten.

 



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Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

“Dieses Spiel gegen den Top-Favoriten der Gruppe 2 ist natürlich eine ganz große Herausforderung. Viele Spieler von uns waren wohl bei der nicht berauschenden Leistung gegen Velenje mit den Gedanken schon bei Ciudad Real. Wir haben ja gut angefangen, aber nicht mit Volldampf durchgespielt. Ich glaube, der eine oder andere wollte sich für den Hit am Mittwoch schonen. Wir können ganz locker in dieses Spiel gehen, der ganz große Druck ist doch nicht da. Ich will gar nicht von einem möglichen Sieg reden. Denn dafür muss bei uns alles klappen und jeder Einzelne muss über sich hinauswachsen.

 

Wir wollen den großen Favoriten ärgern. Durch die Ausfälle von Sterbik und Rodriguez ist Ciudad Real sicher nicht geschwächt. Diese Weltauswahl mit ihren vierzehn Topspielern und zusätzlichen Leihgaben kann so etwas problemlos kompensieren. Für den linken Rückraum und die Mitte haben sie zum Beispiel alleine vier absolute Weltklassespieler. Der Weggang von Dzomba ist dagegen noch nicht aufgefangen, denn manchmal muss Stefansson als Rechtsaußen aushelfen. Überrascht hat mich aber, dass sie in Velenje nicht so leicht gewonnen haben, wie das 22:31 vermuten lässt. Nach 45 Minuten führte Ciudad Real nur mit einem Tor, dann hielt Sterbik einfach alles. Da diese Mannschaft gewöhnlich eine offensive Deckung bevorzugt, hoffe ich natürlich bis zuletzt, dass Oleg Kuleshov doch noch fit wird. Er wäre dafür eine wichtige Alternative.”

 


 

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06 1104 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017