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RK Gorenje Velenje – VfL Gummersbach 21:29 (11:12)

 

Von VfL Gummersbach – Sichtlich motiviert durch die Niederlage von Ciudad Real am Tag zuvor in Montpellier HB bestätigte der VfL am vierten Spieltag der Hauptrunde in der Gruppe 2 seine besondere Champions-League-Form in der laufenden Saison. Nach der enttäuschenden Vorstellung vor vier Tagen in der Kölnarena gegen TuSEM Essen steigerten sich die Gummersbacher auf der internationalen Bühne, boten wieder eine Top-Leistung und sorgten dafür, dass der vermeintliche Alleingang des spanischen Weltklasseensembles am Sonntag urplötzlich gestoppt wurde.

 

Mit einem Heimsieg am kommenden Mittwoch gegen Montpellier hätte der VfL am 16. März in Ciudad Real ein echtes Endspiel um den ersten Platz in der Gruppe, da bei Punktgleichheit der direkte Vergleich zählt. Dabei musste Trainer Alfred Gislason in Velenje improvisieren. Kreisläufer Robert Gunnarsson stand wegen einer Grippe nicht zur Verfügung, seine Rolle übernahm Oleg Kuleshov. Der Russe, eigentlich ein Spielmacher, bewies aber, dass er die russische Handballschule verinnerlicht hat und auch diese Position ausfüllen kann. Mit sechs Toren zählte er am Ende zu den herausragenden Akteuren Teams, das hoch konzentriert ins Spiel gegangen war.

 

Die Abwehr kämpfte um jeden Zentimeter, im Tor war Goran Stojanovic (acht Paraden in jeder Halbzeit) ein großer Rückhalt, nur im Angriff wurden bis zur Pause zu viele klare Chancen nicht genutzt. Das war der wesentliche Grund für die knappe Führung, denn vier Gegenstöße wurden in dieser Phase nicht erfolgreich abgeschlossen, vor allem Roman Pungartnik entpuppte sich vor seinen slowenischen Landsleuten als der große Pechvogel. Dem sichersten Gummersbacher Schützen der letzten Wochen gelang in seiner Heimat bis zum Schluss kein einziges Tor.

 

Dafür kam der in den vergangenen Wochen oft gescholtenen Momir Ilic, der bekanntlich mit Vedran Zrnic von Velenje zum VfL gewechselt war, wie ein Phönix aus der Asche. Zwar verfehlten die beiden ersten Würfe des Rückraumspielers ihr Ziel, doch im Laufe des Spiels steigerte sich Ilic, wurde von Minute zu Minute selbstbewusster und hatte am Ende sieben Erfolgserlebnisse. Als zu Beginn der zweiten Hälfte sich die Abschlussschwäche gelegt und Gudjon Sigurdsson zwei Gegenstöße in Folge zur 13:17-Führung nutzte (39.), war die Dominanz des VfL nicht mehr zu brechen.

 

Über 15:19 (45.), 19:22 und 20:23 (54.) beherrschten die Gummersbacher das Spiel, mit zwei Toren von Ilic zum 21:24 und 21:25 war der zähe Widerstand der Slowenen gebrochen. Es folgte nur noch ein Schaulaufen des VfL, ein Kreistreffer von Oleg Kuleshov, ein herrlicher Unterarmwurf von Alexis Alvanos, ein Tor von Geoffroy Krantz und der krönende Abschluss durch Momir Ilic. Dann bestimmten endgültig die Schlachtrufe der blau-weißen Fans unter den 1600 Zuschauern die Stimmung in der Halle.

 

 

Das Statement von VfL-Trainer Alfred Gislason:

 

“Das war wirklich ein sehr gutes Spiel von uns. Es war wichtig, dass die Deckung wieder stand und dass Momir Ilic sich an diesem Tag wieder gefunden hat, obwohl die beiden ersten Würfe nicht im Tor landeten. So hatten wir den Druck aus dem Rückraum, denn Alexander Alvanos machte seine Sache ebenfalls ausgezeichnet. Beide Torhüter haben außerdem gut gehalten und dann muss man noch die Leistung von Oleg Kuleshov herausstellen, der am Kreis wirklich super gespielt hat. Aber im Grunde hat jeder heute seine Leistung gebracht. Auf der anderen Seite hatten wir den Rückraum gut im Griff. Nur Drago Vukovic sorgte für wirkliche Gefahr. Das war heute kein Freundschaftsspiel, das haben alle gesehen. Wir sind jetzt dem zweiten Platz näher gekommen und haben die große Chance, die Entscheidung in der Gruppe offen zu halten, bevor wir nach Ciudad Real fahren.”

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

 


 

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06 934 · 07 2 · # Sonntag, 10. Dezember 2017