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Vorbericht: (EHF) SDC San Antonio – VfL Gummersbach

Handball: Unentschieden reicht dem VfL Gummersbach zum Einzug ins Finale…

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Die Stadt Pamplona und der Stierkampf sind untrennbar verbunden. Wer den Namen der spanischen Stadt hört, denkt automatisch an die Stierhatz durch die engen Straßen der Altstadt, die Jahr für Jahr zehntausende Touristen anzieht – und so manchem Teilnehmer Leib und Leben gekostet hat.

 

So dramatisch wird es für das Team von VfL-Trainer Sead Hasanenfendic am Samstagabend hoffentlich nicht werden, doch auch bei dem Duell mit dem dortigen Handball-Erstligisten SDC San Antonio im Halbfinal-Rückspiel des Pokal der Pokalsieger geht es um alles oder nichts: Entweder zieht der VfL zum zweiten Mal hintereinander in ein europäisches Endspiel ein oder es wartet im Falle eines Ausscheidens eine ganz traurige Heimreise auf den VfL-Tross.

 


Dabei darf sich der VfL sogar eine knappe Niederlage erlauben, denn nach dem hart erkämpften 30:26-Hinspielsieg gehen die Oberbergischen mit einem Vorsprung von vier Toren ins Spiel. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Vorsprung, denn das Hinspiel war so eng, da hätten wir auch Unentschieden spielen oder sogar verlieren können“, sagt VfL-Coach Sead Hasanenfendic, der seine Mannschaft in dieser Woche akribisch auf das Spiel am Samstag um 18.30 Uhr im Pabellon Universitario de Navarra vorbereitet hat. Dabei hat der Trainer besonders auf die Gefährlichkeit des Rückraum-Brechers Marius Jurkiewicz hingewiesen. Der polnische Nationalspieler warf im Hinspiel nicht nur sieben Tore, sondern bildete zusammen mit dem kroatischen Auswahlspieler Davor Dominikovic auch ein knallhartes Abwehrbollwerk. „Wir müssen besonders auf Jurkiewicz aufpassen. Er ist ein Kraftpaket von gleicher Wurfqualität und Torgefahr wie Karol Bielecki von den Rhein-Neckar-Löwen. Wenn es uns gelingt, ihn zu bremsen, wäre das sehr wichtig“, sagt der VfL-Coach.

 


Seine Mannschaft müsse an das Maximum gehen und über sich hinauswachsen. „Eine `normale` Leistung reicht nicht, wir müssen an unsere Grenze gehen und darüber hinaus“, sagt Sead Hasanefendic, der das Spiel als eine „ganz, ganz schwere Aufgabe“ bezeichnet. „Wir haben zwar vier Tore Vorsprung, doch das ist im Handball nicht viel. Wir dürfen nicht versuchen, den Vorsprung zu verwalten, sondern müssen so spielen, als wollten wir mit allen Mitteln das Spiel gewinnen. Wir müssen jede Gelegenheit im Angriff zum Torerfolg nutzen und in der Verteidigung wie ein Bollwerk stehen. Das wird jedoch nicht einfach, denn San Antonio hat einen gefährlichen und beweglichen Angriff und eine körperlich starke, aggressive Abwehr“, beschreibt Sead Hasanefendic , der von seinem Team ebenfalls eine große Portion Aggressivität erwartet.

 


Dass den VfL im Pabellon Universitario de Navarra ein Hexenkessel erwartet, stellte SDC-Co-Trainer und Ex-Weltklassetorwart Alexandru Buligan schon in der Pressekonferenz nach dem Hinspiel in der Eugen-Haas-Halle klar: „Unsere Anhänger werden das Team bedingungslos unterstützen. Ich denke, die Halle wird mit rund 3500 Zuschauern ausverkauft sein“, stimmte Buligan den VfL schon einmal auf einen heißen Tanz ein. Doch dass sich die Oberbergischen von gegnerischen Kulissen nicht einschüchtern lassen, bewies das Team in dieser Saison schon mehrmals: So glückten Auswärtssiege gegen Tabellenführer HSV Hamburg und Konkurrent Großwallstadt sowie ein Unentschieden in Lemgo.

 


Ein Unentschieden würde dem VfL auch am Samstag reichen, um den erneuten Einzug in ein europäisches Finale perfekt zu machen. Spielmacher Viktor Szilagyi ist vorsichtig optimistisch: „Wir haben im Hinspiel gemerkt, wie stark die Spanier sind, doch wir wissen auch von unserer Stärke. Es ist für keine Mannschaft leicht, uns zu schlagen – egal ob wir zuhause oder auswärts spielen“, sagt der österreichische Nationalspieler selbstbewusst. Sead Hasanefendic nimmt seine erfahrenen Spieler in die Pflicht: „Sie müssen zeigen, dass sie dem besonderen Druck eines Europapokalhalbfinales gewachsen sind und die Mannschaft durch den Hexenkessel führen“, sagt der Trainer, der mit Erleichterung zur Kenntnis genommen hat, dass sich Adrian Wagner trotz Achillessehnenproblemen und Schleimbeutelentzündung im Fuß wieder einsatzbereit gemeldet hat. „Es ist natürlich von Vorteil, dass wir mit dem kompletten Kader nach Pamplona reisen können“, sagt der VfL-Coach. Adrian Wagner will auf die Zähne beißen, damit der VfL das große Ziel erreicht: „Ich freue mich auf das Spiel und will dabei helfen, dass wir erneut in ein europäisches Endspiel einziehen“, sagt der Linksaußen.

 

Schiedsrichter der Begegnung ist das slowenische Gespann Repensek/Pozeznik

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

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06 1592 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017