Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

Dr. Stefan Kohler überreicht Metzger Gregor Rosenbaum, der eine neue Hygieneschleuse einbauen musste, die Zulassung zum EU-Schlachtbetrieb.

Dr. Stefan Kohler überreicht Metzger Gregor Rosenbaum, der eine neue Hygieneschleuse einbauen musste, die Zulassung zum EU-Schlachtbetrieb. (Foto: OBK)

 

Denklingen – Vorbildlich präsentierte sich die Metzgerei Rosenbaum aus Denklingen, der Betrieb mit dem höchsten Rinderschlachtaufkommen im Oberbergischen Kreis, am heutigen Mittwoch dem Kreisveterinär Dr. Bertram Röttger. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dr. Stefan Kohler, der für die Lebensmittelüberwachung im Veterinäramt des Oberbergischen Kreises zuständig ist, erteilte Dr. Röttger dem Betrieb die Zulassung zum EU-Schlachtbetrieb.

 

Der Oberbergische Kreis hat damit erstmals nach der Änderung des Gesetzes zur Kommunalisierung von Aufgaben im Umweltrecht einen Betrieb in Oberberg die EU-weite Anerkennung verliehen. Unter die Zulassungspflicht fallen Schlacht- und Zerlegebetriebe, Produktions- und Großhandelsbetriebe von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch-, Fisch- oder Milcherzeugnissen sowie Fleischkühlhäuser. Bis Ende 2007 war die Bezirksregierung für die Zulassung zuständig und hat zwei der insgesamt 50 Schlachtbetriebe im Oberbergischen Kreis zugelassen. Seit 2008 liegt diese Aufgabe bei den Veterinärämtern der Kreise. Die 2006 eingeführte Zulassungspflicht wird erst Ende 2009 verpflichtend, so dass sich die Metzgerei Rosenbaum quasi freiwillig der Kontrolle des Veterinäramtes gestellt hat – mit Erfolg. Die Metzgerei erfüllt die hohen Ansprüche an die Ausstattung, unter anderem mit einer neuen Hygieneschleuse, eine Art Waschmaschine für Stiefel und Schürzen.

 

Der Denklinger Betrieb erfüllt auch die gesetzlich vorgeschriebene Trennung von Kühlmöglichkeiten für Schlachtkörper und verarbeitete Fleischerzeugnisse in zwei verschiedenen Kühlräumen. Um die Zulassung zu bekommen, hat der Betrieb seinen Boden komplett neu gefliest und neue Abflüsse geschaffen. „Knackpunkt bei so einer Prüfung ist auch die Eigenkontrolle, die ein Betrieb für die Zulassung leisten muss“, erklärte Dr. Kohler. Metzger Gregor Rosenbaum muss regelmäßig Proben von den geschlachteten Rindern nehmen genauso wie von den Arbeitsgeräten, um die hygienisch einwandfreie Arbeitsweise zu dokumentieren.

 

„Fast 30.000 Euro habe ich im vergangenen Jahr in den Betrieb investiert, um die Voraussetzungen für die Zulassung zu schaffen“, berichtete Gregor Rosenbaum. Ab 2010 müsse er die Zulassung auf jeden Fall vorweisen können, um weiter zu schlachten. Doch bereits jetzt fragen große Kunden wie Edeka nach dem Qualitätsmerkmal, erklärte Rosenbaum. Neben dem Edeka-Markt in Denklingen beliefert der Metzger sein eigenes Geschäft in Morsbach und die Küche des Kreiskrankenhauses Waldbröl. „Die Metzgerei Rosenbaum, die im Jahr rund 300 Rinder schlachtet, ist ein sehr schöner Betrieb“, so das Urteil von Kreisveterinär Dr. Röttger.

 

Sein Kollege Dr. Kohler, der die Metzgerei seit vielen Jahren betreut, ergänzt: „Hier werden alle Auflagen zu unserer Zufriedenheit erfüllt.“ Der Betrieb entwickle sich ständig weiter. Den Lohn für die gute Arbeit überreichte Lebensmittelüberwacher Dr. Kohler: die Urkunde zum EU-weit anerkannten Schlachtbetrieb.

 

Quelle: Oberbergischer Kreis – Der Landrat Pressestelle – Angela Altz

 

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 4097 · 07 3 · # Dienstag, 12. Dezember 2017