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VfL Gummersbach – Füchse Berlin 29:27 (14:13)

Füchse Berlin ohne Beute gegen Gummersbach. VfL beendet Saison ohne Heimspielniederlage

Viele Fotos  sind in Arbeit folgen…

2x Videos: Interview mit Goran Stojanovic HIER / Pressekonferenz HIER

 

Das Spiel hatte noch nicht begonnen, da erlebten die VfL-Fans bereits ein Wechselbad der Gefühle: Erst verabschiedete sich Team-Kapitän und Publikumsliebling Robert Gunnarsson, der nach fünf Jahre im Trikot der Oberbergischen in der nächsten Saison zu den Rhein-Neckar-Löwen wechselt, mit einem „Danke schön“ von seinen traurigen Fans. Die Mienen der blau-weißen Zuschauern hellten sich aber kurz danach wieder auf, als VfL-Geschäftsführer Axel Geerken eine frohe Botschaft verkündete: Trotz guten Angeboten von Spitzenvereinen der Liga widersteht Torwart Goran Stojanovic den Lockrufen und bleibt auch im nächsten Jahr in Gummersbach. Die Zuschauer quittierten das mit „Goran, Goran“-Rufen.

 

Der VfL hatte den Anwurf, das erste Tor erzielten jedoch die Füchse. Das Hasanefendic-Team zeigte sich wenig beeindruckt: Jörg Lützelberger glich sogleich aus Kreisläuferposition aus. Auch der zweite VfL-Treffer ging auf das Konto des Allrounders: Nach schönem Anspiel von Drago Vukovic überwand Jörg Lützelberger erneut Füchse-Keeper Silvio Heinewetter und markierte das 2:2. Vedran Zrnic glich kurze Zeit später die erneute Berliner Führung aus, dann jedoch spielten die Hauptstädter eine 4:0-Serie und zogen auf 7:3 davon. Die Füchse wollten ihre Chance auf Platz acht und die damit verbundene Qualifikation für den EHF-Pokal unbedingt nutzen und traten in der Anfangsphase sehr konzentriert und torgefährlich auf. Dem VfL fehlte in der Offensive die zündende Idee, Sead Hasanefendic nahm seine Auszeit, wechselte in der Defensive von der 5:1- auf die 6:0-Deckungsformation und brachte zudem Viktor Szilagyi und Robert Gunnarsson. Der erste gemeinsame Angriff endete auch sofort in einem Siebenmeterpfiff: Adrian Pfahl überwand seinen künftigen Nationalmannschaftskollegen Silvio Heinevetter zum 4:7. Auch die nächsten beiden VfL-Treffer glückten Adrian Pfahl: Der Linkshänder traf zweimal hintereinander aus sieben Meter: 6:8/17. Minute, der VfL war wieder dran.

 

Nach einer Auszeit von Füchse-Coach Dagur Sigurdsson stellten die Berliner wieder eine Drei-Tore-Führung her, doch Viktor Szilagyi verkürzte geschickt freigesperrt zum 7:9. Adrian Pfahl und gleich danach Robert Gunnarsson legten nach, nach zwanzig gespielten Minuten hatte der VfL auf 9:10 verkürzt. Weil Heinevetter Robert Gunnarsson bei seinem Tor im Kreis sah und dies heftig reklamierte, schickte das Schiri-Gespann den Nationaltorwart für zwei Minuten zum Abkühlen auf die Bank. Der VfL war aber nur kurz in Überzahl, auch Drago Vukovic musste zwei Minuten aussetzen. Minutenlang fiel kein Tor, das 9:10 blieb satte vier Minuten auf der Anzeigentafel stehen, dann traf Adrian Pfahl zum 10:10-Ausgleich – natürlich per Siebenmeter. Für die erste VfL-Führung des Tages war Adrian Wagner zuständig: Hart bedrängt erzielte der Linksaußen akrobatisch das 11:10. Der Eintor-Vorsprung blieb auch bis zum Halbzeitpfiff bestehen, mit 14:13 gingen die beiden Mannschaften in die Kabine. Nach holprigen Beginn fanden die Oberbergischen in den letzten zehn Minuten von Halbzeit eins besser ins Spiel und zeigten sich in Angriff und Abwehr konzentrierter.

 

Berlin nutzte die Anwurf zur zweiten Halbzeit und glich in Überzahl nach einer Strafe gegen Geoffroy Krantz zum 14:14 aus. Die nächsten beiden Treffer wurden aber wieder den in Braun aufspielenden Oberbergischen angerechnet: Erst traf Vedran Zrnic, dann setzte sich Robert Gunnarsson durch: 16:14/33. Minute. In der 37. Minute gelang der Heimmannschaft die erste Drei-Tore-Führung: Ein langer Pass von Goran Stojanovic fand Adrian Wagner, der den Tempogegenstoß sicher zum 18:15 verwertete. Eine Zeitstrafe für Robert Gunnarsson gab den Füchsen die Chance, wieder zu verkürzen. Doch die erste Möglichkeit vergab Ivan Nincevic: Er scheiterte mit einem Siebenmeterdreher am reaktionsschnell agierenden Goran Stojanovic. Der VfL zog das Tempo noch einmal an, nach 41 Minuten lagen die Oberbergischen mit vier Toren in Front: 22:18. Im Fernduell gegen Großwallstadt um Platz acht verloren die Berliner mit jedem VfL-Tor an Boden. Der VfL wollte auch das letzte Heimspiel der Saison gewinnen und zeigte trotz des Marathonprogramms der vergangenen Wochen keine Ermüdungserscheinungen: In den ersten 15 Minuten in Halbzweit zwei gelangen dem VfL zehn Tore.

 

Ein Doppelschlag der Füchse brachte das Sigurdsson-Team wieder in Schlagdistanz: 24:22 (48. Minute), doch Drago Vukovic und Christoph Schindler sorgten mit ihren beiden schnellen Toren wieder für klare Verhältnisse: 26:22/49. Minute. Die Gummersbacher Profis wollten die demoralisierende Hinspielniederlage gegen Berlin wettmachen und den Zuschauern in der ausverkauften Eugen-Haas-Halle noch einmal Grund zu feiern geben, fünf Minuten vor Schluss führte das Hasanefendic-Team mit 27:24. Viktor Szilagyi baute mit einem platzierten Schuss ins linke Ecke die Führung wieder auf vier Tore aus, und auch als Jaszka verkürzte, war der österreichische Spielmacher des VfL wieder zur Stelle: Der VfL führte drei Minuten vor Schluss mit 29:25, die Fans sangen bereits „Oh wie ist das schön“ und bejubelten ihre Mannschaft für die hervorragende Saison. Berlin verkürzte zwar noch, doch der Sieg war dem VfL nicht mehr zu nehmen, der VfL gewann auch das letzte Spiel der Saison mit 29:27. Eine sensationelle Saison endete mit einem verdienten Arbeitssieg, Mannschaft und Fans feierten erst auf der Platte und später rund um die Eugen-Haas-Halle den fünften Tabellenplatz

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Sead Hasanefendic (Trainer VfL): „Wir sind absolut zufrieden. Es war nicht zu erwarten, dass wir den Europapokal gewinnen, ins Final Four einziehen und auch noch Fünfter in der stärksten Handball-Liga der Welt werden würden. Es war eine fantastische Saison mit vielen Höhepunkten und großartigen Siegen. Ich habe mich sehr gefreut, dass heute unsere Eugen-Haas-Halle wieder ausverkauft war. Meine Philosophie ist, dass jeder Spieler zu jeder Zeit alles gibt. Das haben wir getan und die Fans haben uns dabei großartig unterstützt. Auch heute wollten wir wieder unbedingt gewinnen, das haben wir gegen eine starke Berliner Mannschaft geschafft.“

 

Viktor Szilagyi: „Heute ist genau das eingetreten, was wir uns erhofft hatten. Wir wollten die erfolgreiche Saison mit einem Sieg beenden. Wir sind Fünfter geworden und haben den Europapokal gewonnen, es war eine fantastische Saison für uns. Es hat viel Spaß gemacht. Wir werden in der Sommerpause neue Kräfte sammeln und dann in die neue Saison starten.“

 

Adrian Pfahl: „Es war eine überragende Saison – für den VfL Gummersbach und auch für mich persönlich. Wir sind sehr glücklich, dass wir unser letztes Spiel gegen Berlin gewonnen haben. Heute haben wir eine sensationelle Saison gekrönt.“

 

Robert Gunnarsson: „Es war heute wieder ein super Erlebnis. Ich bedanke mich für fünf tolle Jahre, in denen ich in Gummersbach spielen durfte. Es war wunderschön, dass ich mein letztes Spiel in der Eugen-Haas-Halle vor ausverkaufter Kulisse bestreiten durfte. Es ist traurig sich vom VfL und von den tollen Fans verabschieden zu müssen, aber ich wünsche dem VfL alles Gute für die Zukunft.“

 

Christoph Schindler: „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen das war ein schöner Abschluss für die Fans und für uns. Nach schlechtem Start heute haben wir eine Schüppe draufgelegt und das Spiel verdient gewonnen Jetzt wird erst einmal gefeiert, dann spielen wir am Montag noch ein Benefizspiel und dann geht es in den wohlverdienten Urlaub. Die Rückrunde hat soviel Spaß gemacht, es könnte ruhig noch weitergehen. Es spricht für den Charakter der Mannschaft, dass sie nach dem Europapokal-Gewinn auch noch die letzten beiden Ligaspiele gewonnen hat. Ich bin glücklich beim VfL zu sein und freue mich nächstes Jahr mit Gummersbach international zu spielen.“

 

  • Tore VfL: Wagner 2, Schindler 2, Vukovic 2, Lützelberger 2, Gunnarsson 3, Szilagyi 6, Pfahl 8/4, Zrnic 4
  • Zeitstrafen: VfL 4/Füchse 2
  • Zuschauer: 2200

 

Quelle: VfL Gummersbach

 

 

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06 2364 · 07 2 · # Samstag, 9. Dezember 2017