Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

bmw_motorrad.jpg

2007 sind zum ersten Mal nach vier Jahren wieder mehr Motorradfahrer in Nordrhein-Westfalen verunglückt als im Jahr zuvor. 2.600-mal hat es im vergangenen Jahr gekracht, 80 tote und 1.050 schwerverletzte Motorradfahrer waren zu beklagen. Das ist Grund genug für den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, seine Bemühungen für mehr Motorradsicherheit auf den Straßen zu intensivieren. Foto: Straßen.NRW

 

Gelsenkirchen (straßen.nrw) – Seit 20 Jahren engagiert sich Straßen.NRW auf diesem Gebiet, Ende der 80er Jahre als erste Straßenbauverwaltung bundesweit. “Es gibt viele Möglichkeiten, mit manchmal auch kleinen baulichen Veränderungen an unseren Straßen für mehr Sicherheit für Motorradfahrer zu sorgen”, sagt Heinrich Bergerbusch, Diplom-Ingenieur im Bereich Verkehrssicherheit bei Straßen.NRW und selbst leidenschaftlicher Biker.

 

So wurden bis heute in Nordrhein-Westfalen rund 50 Kilometer Schutzplanken mit einem zusätzlichen “Unterfahrschutz” ausgestattet, der das Durchrutschen eines gestürzten Motorradfahrers verhindern soll. Rund 15.000 Pfosten der Schutz. “Manchmal müssen wir aber auch zu drastischen Maßnahmen greifen, weil Raser auf dem Motorrad immer wieder ihre Grenzen überschreiten”, berichtet Bergerbusch. Beispielsweise wurde die L701 südlich von Hagen für Motorradfahrer komplett gesperrt, und auch die L685 zwischen Arnsberg und Sundern (“Ochsenkopf”) sowie die B256 südlich von Waldbröl (“Schladener Ring”) dürfen von Motorradfahrern an Wochenenden und an Feiertagen nicht mehr befahren werden.

 

 “Das ist schade, weil wir mit diesen Sperrungen natürlich auch die vernünftigen Fahrer treffen”, meint Bergerbusch. Eine doppelte durchgezogene Linie in der Mitte der Fahrbahn ist ebenfalls eine Möglichkeit, gefährliches Überholen von Zweirädern zu unterbinden und den Kontakt mit dem Gegenverkehr zu verhindern. Meistens ist die Maßnahme mit einer Geschwindigkeitsreduzierung kombiniert.

 

Neu geschaffene Einbauten in der Mitte der Fahrbahn wie beispielsweise Verkehrsinseln dienen dazu, Einmündungsbereiche außerhalb von Ortschaften zu verdeutlichen. Zudem werden Verkehrshinweise aus Blech in der Mitte der Fahrbahn aber auch durch flexible Poller aus Kunststoff ersetzt, die bei einem Aufprall nachgeben. Oder eine Vielzahl von Verkehrsschildern, verteilt auf mehrere Standorte an der Straße, werden an einer Stelle gebündelt, um die Menge der potenziellen Hindernisse einzudämmen. Sinnvoll ist es auch, den Seitenstreifen neben der Straße (“Bankette”) aufzufüllen und auf diesem Weg den Abstand zum Unterfahrschutz der Schutzplanke zu verringern.

 


Anzeige

 

Wir treffen uns im “Unter Deck!” Ein TREFFPUNKT auch für BIKER

 

unter_deck_flyer_500_1.gif

Mehr unter: Bergneustadt: Lord Nelson Gruppe erweitert sich um das ´Unter Deck´ – Neueröffnung am Fr. 28.03.2008

 


 

Um das Rasen zu unterbinden, setzt Straßen.NRW in den vergangenen Jahren verstärkt “Rüttelstreifen”, die in der Mitte 1,5 Zentimeter hoch sind und quer zur Fahrbahn eingebaut werden. “Damit haben wir beispielsweise in Altenbeken (L755) und im ostwestfälischen Kalldorf (B514) gute Erfahrungen gemacht”, berichtet Bergerbusch. Im kommenden Monat sollen solche Rüttelstreifen auch auf der B236 bei Schwerte eingebaut werden. “Wir hoffen, dass die Maßnahmen greifen und damit eine Streckensperrung vermieden werden kann.”

 

Dankbar zeigt sich der Straßen.NRW-Experte für jeden Hinweis von Motorradfahrern, wo noch etwas für die Sicherheit getan werden sollte. Er freut sich auf Hinweise unter der Rufnummer 0209/3808243 oder per Mail an heinrich.bergerbusch@strassen.nrw.de

 

Quelle: Bernd A. Löchter, Straßen.NRW

 

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 5984 · 07 2 · # Donnerstag, 14. Dezember 2017