Teilen auf...Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPrint this pageEmail this to someone

VfL Gummersbach – Celje Pivovarna Lasko 34:31 (14:16)





Fotos: Christian SaSSe [ Gorazd Skof zeigte sich in absoluter Topform und brachte die VfL Angreifer schier zur Verzweifelung ]

Von Peter Grau – Showdown in der Championsleague Gruppe F. Mit Celje Pivovarna Lasko, war am heutigen Donnerstagabend der wohl stärkste Konkurrent um den Gruppensieg in der Leverkusener Wilhelm Dopatka Halle zu Gast. Das Slowenische Ausnahmeteam von Trainer Kasim Kamenica, der gleichzeitig auch Trainer der Slowenischen Nationalmannschaft ist, hat der Championsleague in den vergangenen Jahren seinen Stempel aufgedrückt. Zwei mal Viertelfinale, fünfmal Halbfinale und 2004 die Krönung mit dem Sieg in der Königklasse sprechen für sich. Fast zwei Drittel der Slowenischen Nationalmannschaft spielen in Celje und trotz namhafter Abgänge in den vergangenen Jahren, hat es Celje immer wieder geschafft, ein äußerst schlagkräftiges Team auf die Beine zu stellen. In dem von Allen mit Spannung erwarteten Spiel, war jedenfalls ein klar, schwächere Phasen, die das VfL Team in den letzten Spielen immer wieder gezeigt hat, durfte man sich heute Abend keinesfalls leisten.


Robert Gunnarsson mit 100% Quote. Sechs Versuche, sechs Treffer.

2.617 Fans, sahen in Leverkusen einen absoluten Krimi. Höhen und Tiefen im Spiel des VfL, der seine Fans förmlich durch die Hölle schickte. Die 4:2 Führung der Oberberger nach 6 Minuten hatte Celje schnell ausgeglichen und gewann mehr und mehr an Überhand. In der 20. Minute dann mit 10:11 die erste Führung der Gäste. Gummersbach leistete sich einfach zu viele Fehler. Eklatant teilweise die Abschlussschwäche im Angriff. Auch die Deckung stand nicht so sicher wie gewohnt. Celje spielte zu diesem Zeitpunkt den moderneren Handball, war extrem schnell in der Rückwärtsbewegung und bremste das VfL Spiel mächtig ein. Von den schnellen Gegenstößen, die ansonsten das VfL Spiel auszeichnen, war nichts zu sehen, auch die Anspiele an den Kreis waren in der ersten Halbzeit nicht vorhanden. Celje dominierte das Spiel und führte nach den ersten 30 Minuten absolut verdient mit 14:16.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den Fans das gleiche Bild. Celje machte das Spiel und hatte mit Keeper Gorazd Skof den alles überragenden Spieler in seinen Reihen. Skof brachte den VfL Rückraum schier zum Verzweifeln. Sieben Paraden in den ersten acht Minuten der zweiten Halbzeit brachten die Slowenen mit fünf Treffern (17:22) in Front. Wie schwer es der VfL hatte, sah man allein darin, dass Sigurdsson erst nach mehrfachem Scheitern an Skof, in der 36. Minute seinen ersten Treffer erzielte.





Fotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

Doch der VfL kämpfte über die gesamte Spielzeit. Immer wieder angetrieben von den tollen Fans, die ihre Mannschaft nie aufgaben, kam das Team von Alfred Gislason langsam wieder zurück ins Spiel. In der 42. Minute war der VfL mit dem Anschlusstreffer zum 22:23 durch Gunnarsson wieder im Spiel. Überhaupt sorgten die Anspiele an den Kreis, die nun deutlich besser kamen und Gunnarsson 5 Treffer in der zweiten Halbzeit bescherten, wohl letztendlich für die Wende im Spiel. Die Slowenen wackelten nun, konnten das Spiel aber bis zur 49. Minute noch ausgeglichen gestalten. In der 53. Minute dann erstmals wieder eine Führung der Oberberger. Sigurdsson erzielte das 28:27. Diese Führung sollte der Vfl dann bis zum Ende nicht mehr abgeben. In den letzten fünf Minuten der Partie wirkte das Slowenische Weltklasseteam platt und machte in einer hochklassigen Partie  ungewohnte Fehler. Der VfL war nach 60 Minuten mit 34:31 der glückliche Sieger. Rechnet man die unnötigen Fehlversuche und Lattentreffer mit ein, hätte der Sieg deutlich höher ausfallen müssen. So ist die Entscheidung um den Sieg in der Gruppe-F wohl auf das Rückspiel in Celje vertagt.

Infos zum Spiel

Schiedsrichter: Peter Herczeg, Peter Südi

Zuschauer: 2.617

Siebenmeter: 5 – 1

Strafminuten: 2 – 8 Minuten

Torschützen VfL

Alexis Alvanos 7 Tore

Momir Ilic 7 Tore

Vedran Zrnic 7 Tore

Robert Gunnarsson 6 Tore

Daniel Narcisse 4 Tore

Gudjon Valur Sigurdsson 3 Tore

Torhüter – gehaltene Bälle

Nandor Fazekas 17 Paraden

Christian Ramota 3 Paraden

Torschützen:

# Feldspieler Tore Quote 7m Quote
22 Gudjon Valur Sigurdsson 13/17 76% 0/0 0%
13 Momir Ilic 13/20 65% 2/3 67%
18 Robert Gunnarsson 10/11 91% 0/0 0%
21 Alexis Alvanos 10/15 67% 0/0 0%
77 Vedran Zrnic 12/18 67% 4/5 80%
11 Daniel Narcisse 5/6 83% 0/0 0%
3 Bennet Wiegert 2/2 100% 0/0 0%
19 Michael Spatz 1/1 100% 0/0 0%
31 Jörg Lützelberger 1/1 100% 0/0 0%

# Torwart Paraden 7m-Paraden
1 Nandor Fazekas 35 1
16 Christian Ramota 4 0

Strafzeiten:

# Name 2min Gelbe Rote
77 Vedran Zrnic 4 1 0
1 Nandor Fazekas 0 0 0
18 Robert Gunnarsson 0 0 0
22 Gudjon Valur Sigurdsson 0 0 0
21 Alexis Alvanos 0 1 0
19 Michael Spatz 0 0 0
13 Momir Ilic 0 2 0
11 Daniel Narcisse 0 0 0
3 Bennet Wiegert 0 0 0
16 Christian Ramota 0 0 0
31 Jörg Lützelberger 0 0 0

– Trainerstimmen aus der Pressekonferenz –



Kasim Kamenica, Celje Pivovarna Lasko: “Glückwunsch an Gummersbach, das war ein richtiges hochklassiges Derby. Wir sind gekommen um hier zu gewinnen und haben auch fast über die gesamte Spielzeit das Spiel in der Hand gehabt. Am Ende haben wir für uns ungewohnte Fehler gemacht, das hat uns den Sieg gekostet. Der VfL war in der Schlussphase die bessere Mannschaft.”

VfL Gummersbach, Alfred Gislason: “Wir haben es über das gesamte Spiel immer schwer gehabt und viele Fehler in Angriff und Abwehr gemacht. Celje ist eine sehr routinierte Mannschaft mit viel Erfahrung. Wir mussten alles geben um das Spiel noch umzubiegen. Die Entscheidung um den Gruppensieg fällt allerdings erst im Rückspiel in Celje. Celje spielt einen modernen Handball, aus diesem Spiel können wir viel lernen.”    

… weitere Emotions aus der Wilhelm Dopatka Halle:



Fotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

Fotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

Fotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

 


 

Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 




06 1718 · 07 3 · # Montag, 11. Dezember 2017