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Sein EX-Trainer Velimir Kljaic nannte ihn "ein Tier". Und wahrlich lehrt Gudjon Valur Sigurdsson seine Gegner zurzeit das Fürchten…

Dass der norwegische Meister Sandefjord TIF auch am Samstag (ab 18.55 Uhr) in seinem Heimspiel gegen den VfL die Punkte nicht verschenken wird, bewies das Team von Trainer Öystein Havang zuletzt gegen FRAM Reykjavik. Die Isländer wurden dank einer engagierten Vorstellung mit 35:26 besiegt, obwohl in der Gruppe F die beiden ersten Plätze nur noch Celje Pivovarna Lasko und die Gummersbacher unter sich ausmachen. "Das war eine gute Leistung von uns", sagte TIF-Co-Trainer Trainer Roger Kjendalen in dieser Woche und war um Understatement bemüht, "uns geht es auch gegen Gummersbach nur darum, Selbstvertrauen und Motivation für die Meisterschaft zu tanken. Das Ergebnis ist nicht so wichtig, Niederlagen in der Champions League gegen die beiden Spitzenklubs lösen bei uns sicher keine Krise aus."



Öystein Havang, Sandefjord TIF  sagte in der Pressekonfernez im CL-Heimspiel des VfL: "Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt und wurden von Gummersbach unterschätzt. In der zweiten Halbzeit waren wir chancenlos…!" Wollten wir hoffen das der VfL das "chancenlos" diesmal in beiden Halbzeiten in Sandefjord schafft. 

Natürlich hat das Trainerteam von Sandefjord die gute erste Halbzeit in Leverkusen in Erinnerung, die mit 15:15 ausgeglichen gestaltet werden konnte. "Dann hatten wir einen Blackout von zehn Minuten", sagte Roger Kjendalen, "wir waren im Kopf nicht konzentriert, das wollen wir am Samstag besser machen und versuchen, sechzig Minuten auf dem hohem Niveau der ersten Hälfte zu spielen." Auf keinen Fall werde man eine Taktik anwenden, um das Spiel zu verlangsamen, das Ziel sei ein schöner und schneller Handball für die Fans.

Die werden aber wohl nicht so zahlreich kommen. Die Jotunhallen in der Hafenstadt Sandefjord (100 km südlich von Oslo) hat eine Kapazität von 2000 Plätzen, davon müssten bei voller Auslastung aber 1600 Besucher stehen. "Handball hat hier einen anderen Stellenwert als in Deutschland", erklärte Roger Kjendalen, "wir haben noch einen Fußballerstligisten, der gegen den Abstieg kämpft, und einen zweiten Handballverein." So müsse man sich das sportliche Interesse unter den 41 000 Einwohnern teilen. So rechnet der Co-Trainer auch am Samstag nur mit 400 bis 500 Zuschauern und damit wäre man im Klub auch zufrieden. Rune Erland, der ehemalige Gummersbacher Spieler, wird sechs Autostunden entfernt in seiner Heimatstadt Stavanger das Spiel am Fernsehen verfolgen. Der derzeitige Juniorennationaltrainer sieht den VfL zwar in der Favoritenrolle, rechnet aber mit ehrgeizigen Norwegern: "Ich denke, dass sich Sandefjord etwas ausrechnet. Sie werden wohl diesmal nicht das Tempo mitgehen, ruhiger spielen wollen und das Zurücklaufen besser machen."


Archivfoto "Gislason" : Christian SaSSe [ NTOi.de ]

Das Statement von Trainer Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Das wird am Samstag in Sandefjord nicht so einfach werden, denn die Norweger sind eine heimstarke Mannschaft. Unser klarer Sieg im ersten Spiel darf uns nicht täuschen. Die erste Halbzeit wird ganz wichtig sein, da dürfen wir den Gegner nicht aufbauen und ihm Selbstvertrauen geben. In dieser Halle in Sandefjord sind schon ganz andere Vereine gestolpert. Für uns ist es ungemein wichtig, ohne eine Punktbelastung nach Celje zu fahren. Mit unseren Ansprüchen müssen wir in Sandefjord gewinnen.

Im Hinspiel haben wir in der ersten Halbzeit schlecht gedeckt. Eine starke Deckung, gute Torhüter und der Gegenstoß sind auch am Samstag unser Rezept. Ruhe rein zubringen und das Spiel zu verlangsamen, ist eigentlich gegen uns nicht möglich, wenn wir den üblichen Druck über den Gegenstoß machen. Normale Schiedsrichter werden es auch unterbinden, die Zeit zu verschleppen.

Ich hoffe, dass wir für Gudlaugur Arnarson bis Samstag alle Formalien erledigt haben und er spielen kann. Er ist ein reiner Abwehrspieler, der Momir Ilic entlasten soll. Vorne kann man ihn auch am Kreis einsetzen. Ich baue aber im nächsten Jahr wieder auf Sverre Jakobsson.

Heute hat das Sport-Portal "Sport1.de" sein "Power-Ranking" des Monats Oktober für die die Handball-Bundesligisten veröffentlicht: Der VfL Gummersbach führt diese Rangliste vor dem SC Magdeburg und der SG Flensburg-Handewitt an. "Absteiger" ist die bislang erfolglose HSG Wetzlar, zum "Aufsteiger" erkor die Redaktion die Rhein-Neckar Löwen (Kronau/Östringen).

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Quelle: VfL Gummersbach / Fotos: Christian SaSSe [ Fotoagentur NTOi.de ]

 


 

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06 1298 · 07 3 · # Donnerstag, 7. Dezember 2017