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Archivfoto "Narcisse": Christian SaSSe [ Fotoantur NTOi.de ]

Dass der VfL auch nach dem vierten Spieltag der Gruppe F in der Champions League mit einer lupenreinen Weste ohne Verlustpunkt die Tabelle anführt, hatte das Team in der norwegischen Hafenstadt vor allem zwei Spielern zu verdanken. Wieder einmal bot Nandor Fazekas im Tor eine famose Leistung, die zwanzigste Parade des Ungarn gegen einen nach einem Gegenstoß völlig frei werfenden Norweger verhinderte beim 35:36 in der letzten Minute den Ausgleich. Und als Mittelmann zelebrierte Daniel Narcisse vor rund 700 Zuschauern in den Jotunhallen sechzig Minuten Weltklassehandball.

Elf Versuche des Gummersbachers führten zu elf Toren, obwohl der Franzose sich in der zweiten Halbzeit mit einer hautengen Pressdeckung auseinandersetzen musste. Immer wieder machte Daniel Narcisse das Spiel schnell, zog bis zur taktischen Gegenmaßnahme ständig zwei Gegenspieler auf sich und spielte den finalen Pass im richtigen Moment. Ein Schulterklopfen verdiente sich an diesem Abend aber auch Kreisläufer Jörg Lützelberger wegen seiner engagierten Vorstellung vorne wie hinten, und Rechtsaußen Vedran Zrnic, der acht wichtige Tore in gewohnt abgeklärter und sicherer Manier erzielte.


Archivfoto "Havang": Christian SaSSe [ Fotoantur NTOi.de ]

Konzentriert war der VfL ins Spiel gegangen, nach einer schnellen 4:0 Führung nahm Sandefjords Trainer Öystein Havang (Foto) schon seine Auszeit. Verschenken wollten die Gastgeber an diesem Abend nichts, mit letztem Einsatz kämpfte sein Team fortan um jeden Ball. Weil der VfL im Angriff nun sorgloser agierte und sich auch Torwart Sindre Walstad steigerte, wurde das Spiel wieder offen. 8:10 (15.), 11:14 (20.) und 15:18 (26.) lauteten die Zwischenstände, die bis zur Pause dem kleinen Gummersbacher Anhang aber nie signalisierten, dass Sandefjord eine ernsthafte Siegchance hätte. So sah es auch noch nach 45 Minuten aus, denn bis dahin hielt der VfL den Gegner mit fünf Treffern Abstand auf Distanz. Es spricht für die Moral des aktuellen Tabellensiebten der norwegischen Liga, dass in der Schlussviertelstunde noch einmal alles versucht wurde, das Blatt zu wenden.

So gab es die erwähnte Manndeckung gegen Daniel Narcisse, die den Gummersbacher Spielfluss hemmte. Momir Ilic und Alexis Alvanos wirkten ohne den gewohnten Anspielpunkt verunsichert und teilweise zu zögerlich. Sandefjord lief nun einige Gegenstöße und verkürzte tatsächlich in der 59. Minute auf 35:36. Der Rest ist bekannt. Nach der Superparade von Nandor Fazekas machte Momir Ilic mit seinem sechsten Tor kurz vor der Sirene den Sack zu.


Archivfoto "Gislason": Christian SaSSe [ Fotoantur NTOi.de ]

Alfred Gislason (VfL Gummersbach): Vierzig Minuten haben wir sehr gut gespielt und bis dahin war ich auch sehr zufrieden. Dann folgte eine Phase von zehn unkonzentrierten Minuten, in denen wir Sandefjord aufgebaut haben und so wurde es am Ende unnötig spannend und eng.

Ich habe ja schon vor dem Spiel gesagt, dass es schwer wird. Sandefjord hat bis zum Umfallen gekämpft und uns nichts geschenkt. Wir hätten natürlich zur Pause schon deutlicher führen müssen, dann hätte ich mich wahrscheinlich in der Mitte der zweiten Halbzeit nicht mehr ärgern müssen. Daniel Narcisse hat mal wieder überragend gespielt.

Das gilt auch für Nandor Fazekas, auf den wir uns in der entscheidenden Phase wieder verlassen konnten. Jörg Lützelberger hat mir ebenfalls gefallen. Vedran Zrnic hat auf Außen viel Druck gemacht und auch überdurchschnittlich gespielt. Das Spiel war nicht so hart, Sandefjord hat fair gekämpft. Unter dem Strich freuen wir uns natürlich über die Tabellenführung, die Ausgangssituation für das entscheidende Spiel gegen Celje um den wichtigen ersten Platz in der Gruppe ist nun optimal.

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Quelle : VfL Gummersbach

 

 


 

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06 1062 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017