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EHF CUP WINNERS’ CUP 2010/11

Halbfinale: HC Vardar PRO Skopje – VfL Gummersbach 29:38 (11:18) – Europapokal der Pokalsieger – VfL Gummersbach steht wieder im Finale

Auch auswärts ließ der Titelverteidiger im Europapokal der Pokalsieger nichts mehr anbrennen. Nach einem 33:21-Sieg im Hinspiel ließen die Gummersbacher dem mazedonischen Rekordmeister HC Vardar PRO Skopje selbst in der eigenen Halle keine Chance und gewannen das Halbfinalrückspiel verdient mit 38:29 (18:11). Damit steht der VfL Gummersbach nach 2009 und 2010 nicht nur zum dritten Mal im Finale eines internationalen Wettbewerbs, sondern kann auf europäischer Ebene auch den dritten Titel in Folge holen. Gegner in den Finalspielen am 14./15. und 21./22. Mai ist Tremblay aus Frankreich. Archivfotos: ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171-6888777 oder cs@ntoi.de

 

Die deutliche Niederlage im Hinspiel hatte Folgen beim in der Heimat erfolgsverwöhnten mazedonischen Rekordmeister HC Vardar PRO Skopje. Pero Milosevic, der im Hinspiel noch auf der Trainerbank der Rot-Schwarzen gesessen hatte, war unter der Woche entlassen worden. Zum Nachfolger wurde Veselin Vujovic bestimmt, 1988 als Spieler zum ersten Welthandballer gewählt.

 

So überragend seine Fähigkeiten auf der Platte waren, an der Seitenlinie agiert er durchaus umstritten. Der serbisch-montenegrinischen Nationalmannschaft soll er 2006 im Spiel gegen Kroatien das Verlieren empfohlen haben, 2008 wurde er für ein Jahr gesperrt, weil er als Trainer in Skopje nach einem Europapokalspiel auf die Schiedsrichter losgegangen war.

 

Nun ist er wieder zurück in der mazedonischen Hauptstadt. Doch zur “Aufregung” gab es bei Vujovics Comeback auf internationaler Bühne keinen Anlass. Zu überlegen spielte der VfL Gummersbach auch im Halbfinal-Rückspiel in Skopje seinen Streifen runter. Wie schon im Hinspiel, das die Oberbergischen am Gründonnerstag mit 33:21 gewonnen hatten, hielt Vardar nur die ersten 15 Minuten mit. Nach 20 Minuten hatte Rechtsaußen Vedran Zrnic mit dem 12:7 nach einem Tempogegenstoß die erste 5-Tore-Führung herausgeworfen. Kurz vor der Pause setzte der Kroate beim Stand von 16:9 zwar einen Strafwurf an den Pfosten, doch schon beim nächsten Angriff erzielte er seinen fünften Treffer in der ersten Hälfte zum 18:10.

 

 


Nach dem Seitenwechsel scheiterte zunächst Adrian Pfahl – ebenfalls aus sieben Metern. Die Schwäche bei Strafwürfen machten die Gummersbacher aber über die gesamte Spielzeit aus anderen Positionen vergessen. Christoph Schindler und Adrian Pfahl mit jeweils fünf Treffern aus dem Rückraum sowie Patrick Wiencek mit ebenso vielen Toren als Kreisläufer. Die Hausherren kamen am erfolgreichsten durch die Serben Bozidar Markicevic und Bozidar Nadoveza zu Toren. Allerdings nur, wenn die VfL-Defensive um Geoffroy Krantz und Patrick Wiencek mal etwas nachlässiger verteidigte.

 

Der Einzug in das Finale war schon vor dem Anwurf nicht ernsthaft in Gefahr gewesen. Während des Spiels ließ die Mannschaft von Sead Hasanefendic aber auch keine Zweifel am Sieg im Rückspiel zu. Und so vertrieben sich die Finalisten die Vorfreude auf das dritte Europapokalfinale in Folge mit einigen Kabinettstückchen auf fremder Platte. Patrick Wiencek mit einem tollen Heber und sein Kreisläuferkollege Jörg Lützelberger, der sich im Sprung drehte und den Ball mit dem Rücken zum Tor hinter Vardar-Schlussmann Borko Ristovski zum 33:24 (54.) versenkte.

 

Das zumindest verpasste die Mehrzahl der Vardar-Fans. Von denen wollten nämlich nicht alle das Rückspiel gegen den VfL Gummersbach sehen. Nicht die erwarteten 2500 fanatischen Fans sondern nur noch 1000 Anhänger waren in den sogenannten Hexenkessel von Skopje gekommen und sahen einen verdienten 38:29-Erfolg des VfL. Der trifft nun an den Wochenende 14./15. sowie 21./22. Mai in Hin- und Rückspiel auf Tremblay.

 

Die Franzosen setzten sich am Abend mit 25:21 (11:7) gegen die favorisierten Spanier aus San Antonio durch. Die Halbfinalgegner von 2010 hatten das Hinspiel noch mit 27:23 gewonnen. Tremblay en France erzielte jedoch mehr Auswärtstore. Ob die Gummersbacher zuerst in Frankreich antreten müssen, um anschließend im Rückspiel vielleicht in eigener Halle den dritten Europapokalsieg in Folge feiern zu können, darüber wird am kommenden Montag das Los entscheiden.

 

 

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Sead Hasanefendic, Trainer VfL Gummersbach: Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die zum dritten Mal hintereinander ein Europacup-Finale erreicht hat. Das hat Gummersbach in seinen besten Zeiten nicht geschafft.

 

  • HC Vardar PRO Skopje – VfL Gummersbach 29:38 (11:18)
  • Tore Vardar: Nadoveza 5/3, Markicevic 5, Grbovic 4, Sudzum 3, Kukoski 3, Prodanovic 2, Markoski 2, Curuvija 2, Pejovic 2, Goce 1
  • Tore VfL: Pfahl 5, Schindler 5, Wiencek 5, Zrnic 5, Krantz 4, Anic 3, Rahmel 3, Lützelberger 2, Putics 2, Valcic 2, Wagner 2
  •  Zuschauer: 1.000
  • Strafminuten: 4 / 6

 

 

Quelle: Thomas Hellwege, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit,  VfL Handball Gummersbach GmbH

 

 

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06 1396 · 07 2 · # Samstag, 9. Dezember 2017