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Unplattbar“, profiliert oder gespickt…



Beim Auto sind Winterreifen selbstverständlich. Aber auch  Fahrradfahrer können ihr Gefährt wintertauglich machen: Mit gutem Pannenschutz, starkem Profil und Reflexstreifen.  Auch Reifenbreite und Luftdruck spielen eine Rolle. Im Gegensatz zum Auto sind beim Fahrrad sogar Spikes erlaubt.

Pannenschutz ist im Winter noch wichtiger als im Sommer. In der dunklen Jahreszeit lauern mehr Gefahren auf dem Asphalt: Scherben, Granulat und andere spitze Fremdkörper sind kaum zu erkennen und werden schnell zum Reifenkiller. Dagegen hat der Marathon Plus von Schwalbe das passende Rezept: Den „unplattbaren“ Pannenschutzgürtel Smart Guard.

Dessen hochelastischer Spezialkautschuk bringt gemeinsam mit der Reifendecke gut einen Zentimeter Material zwischen Schlauch und Straße, ohne dabei den Rollwiderstand zu erhöhen. Die üblichen Reifenkiller wie scharfkantiges Granulat oder Scherben haben keine Chance, den Reifen zu durchdringen.  Ebenso pannensicher, aber stärker profiliert ist der Marathon Plus ATB. Mit seinem groben All-Terrainprofil sorgt er für gute Bodenhaftung bei Nässe und Schneematsch, auch abseits asphaltierter Straßen.

Wintertauglich ist auch der robuste Expeditionsreifen Marathon XR. Der leichte High-End-Reifen wurde für die hohen Ansprüche von Extremtouren-Fahrern konzipiert. Dank seines griffigen Profils und seines hochwertigen Pannenschutzgürtels aus Aramid bringt er auch Alltagsradler gut durch den Winter. 

Breite Reifen rollen sicherer Breite Pneus haben mehr Auflagefläche, sind also bei nassem oder rutschigem Untergrund sicherer zu fahren als schmale Reifen. Die Breite des Reifens ist auf der Seitenwand angegeben. Dies sind in der Regel 37 bis 47 Millimeter bei einem Trekking- oder Cityrad.

„Beim winterlichen Reifenwechsel darf es aber gern etwas breiter sein als angegeben“, erklärt Markus Hachmeyer, Reifenentwickler bei Schwalbe, und rät: „Meist passt auch die nächstbreitere Reifengröße in den Rahmen. Wer ganz sicher sein will, sollte sich im Fahrradfachhandel beraten lassen.“

Zusätzlicher Tipp: Am Alltagsrad etwas Luft ablassen. Auch das verbreitert die Auflagefläche und schafft zudem mehr Komfort. Doch Vorsicht, die Reifen sollten nicht unter dem auf dem Reifen angegebenen Minimaldruck – etwa drei Bar bei den meisten Reifenbreiten – gefahren werden.

Unerlässlich für das sichere Radfahren im Winter sind Reflexstreifen auf den Reifenseiten. Weithin sichtbar signalisieren die silbernen Ringe: Hier kommt ein Radfahrer. Daher stattet Schwalbe seine City- und Touringreifen serienmäßig mit Reflexstreifen aus. 

Hundert Metallstifte – Selbst bei Schnee und Eis müssen Radfahrer nicht absteigen: Der mit rund 100 Metallstiften gespickte Spikereifen Snow Stud verzahnt sich fest mit dem glatten Boden. Einen Millimeter weit bohren sich die kleinen Stifte aus gehärtetem Metall in den Untergrund. „Mit dem Snow Stud können Radler selbst auf einer glatt polierten Schneedecke sicher durch die Kurven fahren, ohne das Treten zu unterbrechen“, sagt Markus Hachmeyer.

Bei Tauwetter müssen die Radler ihren Spikereifen keineswegs wieder austauschen. Stramm aufgepumpt, mit etwa vier Bar, berühren die Spikes kaum die Straße, und der Reifen rollt genauso leicht ab wie ein ganz normaler Trekkingreifen. Bei Schneefall wird einfach etwas Luft herausgelassen und der Spikereifen beißt sich wieder fest in den Untergrund.  

Schwalbe-Reifen sind im Fahrradfachhandel erhältlich und kosten zwischen 30.90 Euro (Marathon Plus) und 39.90 Euro (Snow Stud).

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Fotos und Text: Doris Klytta ( Ralf Bohle GmbH )

 

 


 

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06 3071 · 07 4 · # Samstag, 16. Dezember 2017