Aachen/Gelsenkirchen (strassen.nrw) – Nach intensiver Planung und Vorbereitung wurde am Freitag (05.09.2008) mit den Bauarbeiten für die Verlegung der A4 zwischen den Anschlussstellen Düren und Kerpen begonnen. Mit einem symbolischen Spatenstich starteten der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Achim Großmann, der Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Verkehrsministerium, Günter Kozlowski, das Vorstandsmitglied der RWE Power AG, Matthias Hartung, und Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz den Baubeginn für den insgesamt 17,6 Kilometer langen Abschnitt mit einem symbolischen Spatenstich.

 

Staatssekretär Günter Kozlowski betonte die Bedeutung des neuen Autobahnabschnittes: “Eine der wichtigsten Ost-Westverbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Belgien und den Niederlanden wird mit diesem Projekt auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Die Leistungsfähigkeit dieser Strecke wird erheblich verbessert. Das ist eine Wohltat für alle, die hier fahren”, sagte der Staatssekretär. Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz ging auch auf die kritischen Stimmen zum Projekt ein: “Weil wir Bürgeranfragen, Kritik und Anregungen ernst nehmen, werden wir ein Bürger- und Baubüro in Kerpen einrichten.” Dort haben Straßen.NRW-Mitarbeiter immer ein offenes Ohr für Bürgerinnen und Bürger.

 

Die Verlegung der A 4 wird notwendig, weil die bestehende Autobahn in wenigen Jahren dem Braunkohletagebau Hambach weichen muss. Mit der Verlegung der Autobahn erfolgt gleichzeitig der Ausbau der A 4 von vier auf sechs Fahrstreifen und die Errichtung zweier neuer Anschlussstellen in Elsdorf und Merzenich. Mit dem Ausbau wird die A 4 zwischen Aachen und Köln komplett auf sechs Fahrstreifen zu befahren sein. Matthias Hartung, Vorstandsmitglied der RWE Power AG, wies auf die Bedeutung der Streckenverlegung für eine gesicherte Energieversorgung hin: “Dieser Spatenstich ist auch ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der planmäßigen Weiterentwicklung unseres Tagebaus Hambach”, betonte Hartung in seinem Grußwort.

 

Besonderes Gewicht hat Straßen.NRW bei der Planung auf den Schutz der umliegenden Bevölkerung gelegt. An allen betroffenen Ortslagen werden Lärmschutzwälle bzw. Lärmschutzdämme errichtet. Vor Buir wird die Autobahn zusätzlich in einem 12 m tiefen Einschnitt geführt. Dort wird ein besonderer Flüsterasphalt aufgebracht, der die Lärmemissionen noch einmal deutlich mindert. Der mit dem Ausbau der Autobahn verbundene Eingriff in Natur und Landschaft wird durch die Neuanpflanzung und die Aufforstung von rund 110 Hektar Fläche sowie die Errichtung einer Grünbrücke und ergänzender Amphibiendurchlässe ausgeglichen. Die Baukosten für den Ausbau und die Verlegung der A4 betragen einschließlich der Kosten für den Grunderwerb rund 153 Millionen Euro. Der größte Kostenanteil, der auf die Verlegung der Autobahn entfällt, wird von RWE Power getragen. Die Kosten für die Kapazitätserweiterung von 4 auf 6 Fahrstreifen trägt der Bund.

 

Quelle: Bernhard Meier, Landesbetrieb Straßenbau NRW, Zentrale Kommunikation

 


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