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Beschäftigten droht in Zukunft Dauerüberwachung. Kein „Big Brother in Bäckereien, Hotelküchen, Kantinen und der Lebensmittelindustrie. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) macht Front gegen das geplante neue Arbeitnehmer-Datenschutzgesetz. „Wenn es nach dem Willen der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP geht, dann wird die offene Video-Überwachung von Beschäftigten künftig viel leichter sein als bisher. So sollen Überwachungen per Kamera demnächst ohne zeitliche Beschränkung und selbst bei Qualitätskontrollen möglich sein“, kritisiert Ernst Busch. Für den Geschäftsführer der NGG-Region Köln ist das ein massiver Eingriff in die Arbeitnehmerrechte. Das neue Gesetz öffne Tür und Tor für eine Totalüberwachung am Arbeitspatz und schaffe den „gläsernen Arbeitnehmer“.

„Ständig aus irgendeiner Ecke von irgendeiner Kamera beobachtet zu werden, das tolerieren weder Kunden in Bäckereien noch Gäste in der Gastronomie. Und für die Angestellten ist der Überwachungsdruck eine enorme Belastung“, so Ernst Busch. Wenn die offene Videoüberwachung jetzt per Gesetz legalisiert werde, sei eine flächendeckende Einführung der Kamerakontrolle am Arbeitsplatz zu befürchten.

Vor diesem Hintergrund appelliert der NGG-Geschäftsführer an alle Beschäftigten, ein klares Zeichen gegen das neue Gesetz zu setzen. Die Möglichkeit hierzu bietet eine Online-Petition unter http://www.change.org/ueberwachung – Initiiert ist die Abstimmung zur „Anti-Kamera-Überwachung“ vom Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer. „Es ist wichtig, sofort aktiv zu werden. Denn bereits am Freitag, der 1. Februar wollen CDU/CSU und FDP im Bundestag die Weichen für die ‚Dauerbeobachtung per Video’ stellen“, so der NGG-Geschäftsführer.

 

Quelle: Ernst Busch, NGG-Region Köln

 

 


 

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06 1143 · 07 2 · # Montag, 11. Dezember 2017