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Bravo VfL! Bravo Alfred Gislason! Der erste Gummersbacher Sieg in der Ostseehalle lag bis Mittwochabend dreizehn Jahre zurück. Als die Schlusssirene ertönte, lagen sich der harte Kern der VfL-Fans, die die 1000km- Tour in den Norden auf sich genommen hatten, die Spieler und die Offiziellen in den Armen und vollführten nicht endende Freudentänze. Alle wussten natürlich, wem sie diesen großartigen Erfolg zu verdanken hatten.

Wie schon gegen den SC Magdeburg war Torwart Goran Stojanovic der große Rückhalt im Team. Mit zwanzig hochklassigen Paraden und zum Teil unglaublichen Reflexen brachte dieser so manchen Kieler an den Rand des Nervenzusammenbruchs. Jeweils ein halbes Dutzend Würfe frei vom Kreis und von außen entschärfte Goran Stojanovic, in der zweiten Halbzeit schien der neue Gummersbacher Handballheld minutenlang unüberwindbar.

Stojanovic
Archivfoto “Stojanovic”: Christian Sasse


Dabei sah es in der ersten Hälfte über weite Strecken so aus, als ob dieses Duell der Titelrekordhalter wie immer in den vergangenen Jahren seinen gewohnten Lauf nehmen würde. Zwar führte der VfL zunächst mit 0:2, doch schon nach zehn Minuten hatte sich das Blatt mit dem 8:5 durch Dominik Klein gewendet. Beim 17:12 (19.) und 20:14 (24.) wurde der kleine Gummersbacher Anhang unter den 10250 Fans immer ruhiger, denn die Angriffe wurden zu überhastet abgeschlossen. Kiel lief bis zur Pause insgesamt sieben Gegenstöße, beim VfL hatten Alexis Alvanos und Momir Ilic bei ihren Aktionen aus dem Rückraum zudem viel Pech. Doch der VfL kämpfte, war noch einmal von Alfred Gislason in der Kabine auf die richtige Taktik eingeschworen worden und holte Tor um Tor auf. Auch eine Vierminutenstrafe gegen Daniel Narcisse änderte daran nichts, denn drei Minuten später warf Alexis Alvanos den 26:26 Ausgleich (39.).

Narcisse
Archivfoto “Narcisse”: Christian Sasse

Es folgte die schon erwähnte Show-Time für Goran Stojanovic, der auch bei diversen Nachwürfen Sieger blieb. Momir Ilic, der sich im zweiten Abschnitt in eine überragende Form steigerte, sorgte für einen Vorsprung von zwei Toren zum 29:31 (48.). Dann verhängten die Schiedsrichter gegen den Gummersbacher Torwart eine Zeitstrafe, weil dieser nach einem Gegenstoß den Ball angeblich zu lange gehalten hatte. Wieder zeigte sich, dass der VfL physisch in den letzten zehn Minuten zulegen konnte. Nach dem 33:33 bewiesen Gudjon Sigurdsson und Vedran Zrnic (zweimal) Eiseskälte im Abschluss, jetzt ahnte der Kieler Coach Noka Serdarusic das Unheil und nahm beim 33:36 vier Minuten vor dem Ende seine Auszeit. Der THW verkürzte auf 35:36, weil Momir Ilic zwischenzeitlich einen Siebenmeter vergab. Aber der VfL ließ nicht locker, die Tore von Daniel Narcisse fielen nach der zweiten Welle wie in einem Lehrfilm. Beim 37:39 konnte Vedran Zrnic sich leisten, noch einen Siebenmeter nicht zu verwandeln. Das war jedoch unerheblich, es folgte nur noch grenzenloser Jubel.

Gislason
Archivfoto “Gislason”: Christian Sasse

VfL-Trainer Alfred Gislason: “Wir haben heute eine überragende zweite Halbzeit gespielt. Die Abwehr stand super, dazu hat natürlich Goran Stojanovic ausgezeichnet gehalten und wir sind unsere Gegenstöße gelaufen. Vorne haben wir dann disziplinierter gespielt als vor der Pause. Daniel Narcisse hat heute eine großartige Leistung gezeigt. Als wir herankamen, konnte Kiel nicht mehr zusetzen. Wir haben wie gegen Magdeburg in den letzten zehn Minuten das Tempo hochgehalten, das war wichtig. Als Sverri Jakobsson noch eine Zeitstrafe bekam, wurde es allerdings eng. Dann hat Alexis Alvanos das entscheidende Tor gemacht, so dass wir am Ende nach meiner Ansicht auch verdient gewonnen haben. Die Zuschauer haben heute ein wirklich sehr gutes Handballspiel gesehen.”
 
Text: VfL Gummersbach

 


 

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06 1532 · 07 2 · # Dienstag, 12. Dezember 2017