Home / NEWS-Koeln.de / (K) Polizeibericht / Massenübergriffe am Vorplatz des Hauptbahnhof Köln: Offizielle Fakten der POLIZEI KÖLN zur Silvesternacht

 

Massenübergriffe am Vorplatz des Hauptbahnhof Köln

  • Offizielle Fakten der POLIZEI KÖLN zur Silvesternacht
  • Polizeiliche Fakten zum Einsatzverlauf am Kölner Bahnhof / Vorplatz des Hauptbahnhof Köln
  • Anzahl der Strafanzeigen mittlerweile auf 90 erhöht
  • In einem Fall ermitteln die zuständigen Kriminalbeamten wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung
  • Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker rät in Pressekonferenz auf die Frage: „Wie sich Frauen gegen diese Übergriffe schützen sollen?“ mit: „Immer eine Armlänge Abstand halten“ #armlaenge
  • Polizei rät: „Bereiten Sie sich gedanklich auf mögliche Situationen in großen Menschenmengen vor“

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Nach den massiven Übergriffen gegen Frauen in der Silvesternacht auf dem Kölner Hauptbahnhofsvorplatz hat sich die Anzahl der Strafanzeigen mittlerweile auf 90 erhöht. Die Polizei Köln hatte bereits am Samstag (2. Januar 2016) speziell für diese Straftaten eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Deliktsbreite erstreckt sich von Diebstählen bis hin zu Sexualdelikten. In einem Fall ermitteln die zuständigen Kriminalbeamten wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung. Derzeit sichten die Beamten das vorhandene Videomaterial und werten die vorliegenden Aufzeichnungen aus. Weiterhin laufen die Vernehmungen von Geschädigten und Zeugen. Fotos: © ´Der Sasse´ alias Christian Sasse [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Redaktionelle Fotoanfragen gerne telefonisch an 0171-6888777 oder per Email: cs@ntoi.de 

„Wir werden alles dafür tun, diese schrecklichen Übergriffe aufzuklären. Wir passen unsere Einsatzkonzepte an diese neue Vorgehensweise der Täter an“, stellt Polizeipräsident Wolfgang Albers klar.

 

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Die Polizei Köln und Bundespolizei im Einsatz! Am Vormittag des 05.01.2015 (Dienstag) haben Polizeipräsident Wolfgang Albers gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker und dem Präsidenten der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Wolfgang Wurm die Vorfälle thematisiert. Gemeinsam entschieden die Verantwortlichen unter anderem, dass in Zukunft für gleichgelagerte Großereignisse ein Sicherheitskonzept abgestimmt und die Zusammenarbeit weiter intensiviert wird. Unter anderem sollen neuralgische Orte temporär videoüberwacht und besser ausgeleuchtet werden. Zusätzlich wird die Vorplanung von Einsatzkräften lageangepasst erhöht. Auch die Verfügung von Bereichsvertretungsverboten, Meldeauflagen und das Verbot von Feuerwerkskörpern an neuralgischen Orten wird weitergehend geprüft.

 

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Polizeiliche Fakten zum Einsatzverlauf am Kölner Bahnhof / Vorplatz des Hauptbahnhof Köln

  • 31.12.2015 – 21 Uhr: Auf dem Bahnhofsvorplatz und der Domtreppe befinden sich bereits 400-500 augenscheinlich alkoholisierte Personen, die durch aggressives Verhalten auffallen. Es handelt sich in der Mehrzahl um Männer, die unkontrolliert Böller und Raketen abbrennen und diese zum Teil gegen Unbeteiligte einsetzen.
  • 31.12.2015 – 23 Uhr: Die genannte Menschenmenge ist auf über tausend Menschen angewachsen. Es handelt sich bei den Anwesenden größtenteils um Männer, die unter anderem durch Alkoholkonsum bereits enthemmt sind. Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern nimmt immer mehr zu. Raketen werden häufig absichtlich in die Menge geschossen. Die Stimmung wird zunehmend aggressiver.
  • 31.12.2015 – 23.30 Uhr: Aus Sicherheitsgründen räumen Beamtinnen und Beamte der Polizei Köln und der Bundespolizei die Domtreppe und den Bahnhofsvorplatz. Durch das konsequente Einschreiten der Polizisten werden Personengruppen aufgebrochen, die Situation beruhigt sich zunehmend.
  • 1.1.2016 – 0.45 Uhr: Um den Abreiseverkehr zu gewährleisten, gibt die Polizei den Zugang zum Hauptbahnhof wieder frei. Als die Platzfläche sich erneut füllt, verhält sich die Masse der anwesenden Personen ruhig. Erste geschädigte Frauen erstatten Strafanzeige wegen Diebstahlsdelikten und schildern teilweise auch sexuelle Übergriffe. Die Polizei passt das Einsatzkonzept sofort an und konzentriert Einsatzkräfte erneut im Bereich des Hauptbahnhofs. Passantinnen werden gewarnt und von Beamtinnen und Beamten sicher durch die Menschenmenge begleitet. Bei aggressiven und auffälligen Personen werden Gefährderansprachen und Identitätsfeststellungen durchgeführt. Platzverweise werden ausgesprochen.
  • 4.1.2016 – 4 Uhr: Die Lage hat sich abschließend beruhigt. 

 

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Im Zusammenhang mit den geschilderten Geschehnissen rät die Kriminalpolizei Köln:

  • Bereiten Sie sich gedanklich auf mögliche Situationen in großen Menschenmengen vor
  • Stellen sie Öffentlichkeit her und sorgen Sie für Aufmerksamkeit, wenn Sie in Not sind
  • Fordern Sie Hilfe aktiv ein und sprechen Sie Passanten gezielt an
  • Unterstützen Sie Menschen die in Not sind und wählen Sie zeitnah den Polizeinotruf  „110“

Die Polizei Köln bittet weitere Opfer, zeitnah Strafanzeige zu erstatten. Passanten, die Straftaten beobachtet oder sogar auf Handyvideos aufgezeichnet haben, werden gebeten, sich umgehend zu melden.

Hinweise werden erbeten unter Tel.-Nr. 0221-2290 oder per E-Mail auf poststelle.koeln@polizei.nrw.de 

Quelle: Polizeipräsidium Köln

 

 

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06 1117 · 07 3 · # Donnerstag, 19. Januar 2017