In der Aktionswoche der Polizei vom 19. bis 25. März 2018 zur Bekämpfung der Geschwindigkeitsunfälle und Schwerpunkt Kradkontrollen im Oberbergischen Kreis ging es rund. Auch wenn die Unfallstatistik 2017 in einigen Bereichen Rückgänge aufweist, bleibt überhöhte Geschwindigkeit weiterhin die Unfallursache Nr. 1 bei schweren Verkehrsunfällen. Polizei und Kreisbußgeldstelle werden in ihrem Bestreben nach mehr Verkehrssicherheit nicht nachlassen – so fand in der 12. Kalenderwoche eine gemeinsam abgestimmte Aktionswoche mit dem Schwerpunkt Geschwindigkeitsüberwachung statt. Archivbild: © Christian Sasse alias ´Der Sasse´ Foto+TV Agentur NTOi.de – Redaktionelle Fotoanfragen gerne telefonisch an 0171-6888777 oder per Email: redaktion@news-on-tour.de

Die Kontrollen fanden insbesondere auf den zuvor analysierten unfallbelasteten Außerortsstraßen statt. Örtliche Schwerpunkte waren dabei die Städte Hückeswagen und Wipperfürth, hier speziell die B 237, B 483, K 5, B 506, L 284 und K 13. Neben den festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen wurde auch eine Vielzahl sonstiger Verstöße (Gurt/Handy etc.) beobachtet und geahndet.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • 723 Verstöße gesamt davon
  • 691 Geschwindigkeitsverstöße (darunter sechs Fahrverbote)
  • 10 x Handy
  • 5 x Gurt

Nach eher mäßigem “Motorradwetter” während der letzten Wochen brachten die Ostertage einen leichten Hauch von Frühling, so dass der ein oder andere Biker seine persönliche Saison für eröffnet erklärte. Auch hierauf war die Polizei vorbereitet und überwachte die typischen Strecken, die bekanntlich von den Bikern im Oberbergischen Kreis genutzt werden. Hierbei wurde sich nicht immer an die geltenden Verkehrsregeln gehalten, so dass zahlreiche Verstöße zu Verwarnungsgeldern, Anzeigen mit Bußgeldern (teils mit Fahrverboten) und Punkten in Flensburg führten:

  • 50 Geschwindigkeitsverstöße
  • 27 x schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld
  • 23 x Anzeige (davon 5 Fahrverbote)
  • 4 x Überholverbot

.
“Spitzenreiter” waren:

  • ein Krad aus Bochum bei erlaubten 50 km/h in Radevormwald-Wellringrade (B 483): nach Toleranzabzug 34 km/h zu
    schnell (160 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot) und
  • ein Krad aus Köln bei erlaubten 70 km/h in Lindlar-Steinenbrücke (L 284): nach Toleranzabzug 64 km/h zu schnell (440 Euro Bußgeld, 2 Punkte und 2 Monate Fahrverbot)

Wie nicht anders zu erwarten, missachteten neben den Motorradfahrern aber auch viele Pkw-Fahrer die ausgewiesenen Geschwindigkeitsbeschränkungen:

  • 152 x schriftliche Verwarnung mit Verwarnungsgeld und
  • 35 x Anzeige (davon 3 Fahrverbote)

Ihr erklärtes Ziel, nämlich insbesondere die schweren Unfälle mit der Ursache Geschwindigkeit auf den Außerortsstraßen zu reduzieren, behalten Polizei und Bußgeldstelle weiterhin fest im Blick. Hierfür werden im laufenden Jahr eine Vielzahl von zum Teil mit der Bußgeldstelle abgestimmten Schwerpunktaktionen folgen. In erster Linie stehen in den nächsten Monaten hierbei die Motorradfahrer/innen im Fokus, aber auch das Thema Ablenkung während der Fahrt (Stichwort: Handy am Steuer) nimmt einen breiten Raum in der Verkehrsüberwachung ein. Nach Beobachtungen der oberbergischen Polizei scheint die Erhöhung der Regelgeldbuße von 60 auf 100 Euro (seit Nov. 2017) noch nicht den “Abschreckungseffekt” erzielt zu haben, wie der Gesetzgeber sich das erhofft hatte.

Quelle: Kreispolizeibehörde Oberbergischer Kreis

 


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06 3135 · 07 3 · # Dienstag, 25. September 2018