Die Polizei Köln hat am Donnerstagnachmittag (19.07.2018) in der Kölner Innenstadt einen Drogenabhängigen (36) festgenommen. Der 36-Jährige war kurz zuvor mit einer Spritze auf Polizisten zugegangen, deren Nadel nicht abgedeckt war. Gegen 15:20 Uhr waren fünf Polizisten und Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes der Stadt Köln gemeinsam im Bereich des Neumarktes unterwegs. Die Beamten gingen die Fleischmengergasse in Richtung des Neumarktes. Etwa 20 Meter vor der Einmündung zum Neumarkt kam den Uniformierten ein Mann entgegen. Als er näher kam, hob er seine rechte Hand auf Brusthöhe. Ein Polizist erkannte, dass der Entgegenkommende eine ungesicherte Spritze in der Hand hielt. xx

Mit der offenen Nadel in der Hand kam der Verdächtige auf die Einsatzkräfte zu. Lautstark warnte ein Polizist sein Team und griff mit der Hand an die Dienstwaffe, zog sie jedoch nicht aus dem Holster. Erst im Abstand von etwa einem Meter drehte sich der potentielle Angreifer um, überquerte ohne auf den fließenden Verkehr zu achten die Straße und ging in Richtung der Innenfläche des Josef-Haubrich-Hofs.

Die Beamten folgten ihm und forderten den Unbekannten mehrfach laut und deutlich auf, stehen zu bleiben. Ungeachtet dieser polizeilichen Anordnungen ging der Mann weiter. Die Polizisten griffen zum Pfefferspray und wiederholten die Weisung. Der Verdächtige stoppte und drehte sich um. Er hatte immer noch die Spritze in der Hand. Die Polizisten forderten ihn jetzt auf, die Spritze fallen zu lassen und drohten den Einsatz des Pfeffersprays an.

Hinter seinem Körper knickte der Mann die Nadel um, steckte die Spritze in seine Hosentasche und kniete sich auf den Boden. Da er sich nicht freiwillig auf den Boden legen wollte, packten die Polizisten die Arme des Beschuldigten, zogen ihn flach auf die Erde und legten ihm Handschellen an – Festnahme! Der Gefesselte schaute ziellos umher und reagierte kaum auf die Beamten.

Die Polizisten nahmen vorsichtig die Spritze aus der Hose des Festgenommenen, durchsuchten ihn und brachten ihn anschließend ins Polizeigewahrsam. Im Mundraum des Festgenommenen fanden die Polizisten eine geringe Menge Betäubungsmittel.

Der Polizeibekannte muss sich jetzt erneut wegen des Verdachts einer versuchten gefährlichen Körperverletzung und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Kripo Köln hat die Ermittlungen aufgenommen.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

 


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06 563 · 07 2 · # Montag, 10. Dezember 2018