Nach einem Zeugenhinweis haben Zivilfahnder der Polizei Köln am Samstagabend 04.08.2018 einen Drogenumschlagplatz in Godorf ausgehoben. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatten die festgenommenen Dealer (39, 28) die Wohnung eines Kölners mit Handicap benutzt, um von dort aus ihrem Unwesen nachzugehen. Symbolbild: © Foto+TV Agentur NTOi.de

Insbesondere der ältere der beiden Deutschen – der in Deutschland keinen festen Wohnsitz nachweisen kann – hatte wohl irgendetwas in seiner letzten von bereits mehreren Urteilsbegründungen nicht richtig verstanden: Wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels überführt und zu zwei Jahren und neun Monaten Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt, hatte der 39-Jährige bis 2017 zunächst eingesessen. Zur Bewährung wurde die Reststrafe dann ausgesetzt. Was den augenscheinlich Unbelehrbaren offenbar dazu veranlasste, sich in der besagten Etagenwohnung in der Pierstraße einzunisten – um von dort aus weiterhin einen schwunghaften Drogenhandel zu betreiben.

Gegen 20:30 Uhr stoppten Zivilfahnder in Wesseling ein Taxi, mit dem der 28-Jährige unterwegs war. Bei der Kontrolle schlug den Beamten bereits intensiver Marihuana-Geruch aus dem Fahrzeuginneren entgegen. In einer von dem ertappten Drogenkurier mitgeführten Tasche sowie seiner Bekleidung fanden sich circa 500 Gramm Marihuana und etwa 300 Gramm Amphetamin.

Unmittelbar vor dem Haus an der Pierstraße in Godorf trafen weitere Zivilkräfte dann den 39-Jährigen zusammen mit einer Kölnerin (37) an. Bei deren Durchsuchung stellten die Polizisten unter anderem etwa 1700 Euro in bar, ein Messer mit Schlagring sowie Drogen sicher. Unumwunden räumte die 37-Jährige eigenen Drogenkonsum ein. Er sei mit dem gehandicapten Wohnungsinhaber befreundet, gab der bereits hinreichend Polizeibekannte an. Aber dieser sei nur selten daheim, und er selbst würde sich ungemeldet dort aufhalten, so der 39-Jährige weiter. Auf Grundlage eines Gerichtsbeschlusses wurde noch in den Abendstunden die in Rede stehende Wohnung durchsucht. Die Beamten stellten dort weitere Drogen, Zubereitungsutensilien, diverse Messer und einen Baseballschläger sicher.

Die Frau wurde im Polizeipräsidium erkennungsdienstlich behandelt und anschließend wieder entlassen. Nicht so die beiden Haupttäter: Noch am Sonntag (5. August) schickte ein Haftrichter die Dealer in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen des Kriminalkommissariats 27 wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Köln

 


Weitere Beiträge aus unserem Archiv bei NEWS-on-Tour...

 






06 586 · 07 2 · # Sonntag, 19. August 2018