Entscheidung im Verfahren wegen einer fahrlässigen Tötung im Straßenverkehr in Köln-Widdersdorf
– Das Amtsgericht Köln hat das Verfahren wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung gegen den Fahrer eines Müllwagens der Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und des Angeklagten sowie im Einvernehmen mit der Vertreterin der Nebenklage am heutigen Mittwoch 22.05.2019 Tage vorläufig eingestellt. Symbolbild: © Foto+TV Agentur NTOi.de

In der Hauptverhandlung hat das Gericht ausgeführt, dass es sich um ein tragisches Unfallgeschehen handelt, das alle Beteiligten auch menschlich sichtlich berührt hat. Im Rahmen der Gesamtbetrachtung erschien in allseitigem Einvernehmen der Prozessbeteiligten eine weitergehende Bestrafung des Angeklagten nicht erforderlich. Gemessen am Grad des Verschuldens wurde dem Angeklagten auferlegt, einen Betrag in Höhe von 2000,00 Euro an ein Kinderhospiz zu zahlen.

Dem Angeklagten war vorgeworfen worden, am 28.05.2018 in Köln-Widdersdorf als Fahrer eines Müllwagens beim Abbiegen infolge einer Unachtsamkeit den Tod eines 7-jährigen Jungens durch eine Kollision verursacht zu haben.

Die Staatsanwaltschaft ging in Ihrer Anklage davon aus, dass der Unfall für den Fahrer vermeidbar gewesen wäre, da das Opfer – jedenfalls für eine kurze Zeitspanne von wenigen Sekunden für den Fahrer im Spiegel sichtbar gewesen wäre.

Das Aktenzeichen des Verfahrens lautet: 615 Ls 27/18.

Quelle: Amtsgericht Köln, Dr. Wolfgang Schorn, Pressesprecher

 


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06 487 · 07 4 · # Mittwoch, 19. Juni 2019