Dachstuhlbrand! 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr und DRK im Großeinsatz. 50 Personen wurden aus umliegenden Gebäuden evakuiert. Brandursache unklar! Kripo ermittelt seit 10:00 Uhr. Berufstaxifahrer Andreas F. meldete den Brand

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Dachstuhlbrand! 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr und DRK im Großeinsatz! In einer leer stehenden Wohnung in einem alten Mehrfamilienhaus (Baujahr um 1920) in der Seßmarstrasse 10 in Gummersbach wurde von einem aufmerksam vorbei fahrenden Berufstaxifahrer (Taxi Lang) der Brand um 03:39 Uhr (So. 15.11.2009) gemeldet. NEWS-Oberberg.de sprach exklusiv mit Andreas F.: “In der Aufregung habe ich noch die falsche Notfallnummer, 110 anstatt 112, gewählt und landete bei der Polizei, anstatt bei der Feuerwehr. Umso erstaunter war ich, als ich hörte, dass dort noch keine Meldung vorlag, weil der Brand bereits im Treppenhaus lichterloh zu sehen war und die Flammen den Dachstuhl erreicht hatten.” Fotos: Peter Grau [ Foto+TV Agentur NTOi.de ] Kommerzielle Fotoanfragen erwünscht 0171.6888777 oder cs@ntoi.de
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Da die Meldung zuerst bei der Polizei ankam, war diese auch als Erster vor Ort ein und sichert den Straßenzug “um die Einsatzstelle” ab. Der Zugang zu dem an einem Hang liegenden Gebäude war nicht gerade einfach und das löschen des Brandes war erst mit Einsatz der Drehleiter der Gummersbacher Feuerwehr möglich. “Über eine so genannte * Riegelstellung (Mehr dazu im Artikel) haben wir über die Drehleiter das Gebäude sicher können, verriet Einsatzleiter Thomas Wurm (Brandoberinspektor und stellvertretender Zugführer der Löschzug 1, Feuerwehr Gummersbach) gegenüber NEWS-Oberberg.de
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Personen kamen durch das schnelle handeln des Berufstaxifahrers Andreas F. und Lucie K., die u.a. die Personen im Nachbarhaus weckte, nicht zu Schaden. Die Brandursache ist in der Seßmarstraße 10 in Gummersbach noch unklar. Die Kripo ermittelt seit heute Morgen (So. 15.11.2009) 10:00 Uhr.

 

Oberbergischer Kreis/Gummersbach: Einsatzleiter Thomas Wurm bestätige den “Ursprung des Brandes” aus der unbewohnten Wohnung. “Wir haben Tapetenreste und sonstiges Renovierungszubehör gefunden. Der Bewohner habe ausgesagt, dass er noch bis 22 Uhr seinen Renovierungsarbeiten nach gegangen ist”, so Wurm.

 

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Die größte Gefahr von Dachstuhlbränden besteht in dem enormen Funkenflug (*), der beim Durchbrechen der Dachhaut entsteht. Deshalb ist das Öffnen des Daches möglichst zu vermeiden, aber nicht immer unumgänglich. Diesem Funkenflug kann unter anderem durch Riegelstellung begegnet werden. Früher war die Riegelstellung eine Technik im Militär. In der heutigen Zeit nutzt die Feuerwehr diese Stellung im Bereich der Brandbekämpfung. Um das Übergreifen eines Brandes auf einen anderen, noch nicht brennenden Bereich zu unterbinden. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Wärmeübertragung durch Wärmestrahlung/Wärmeleitung und möglichen Funkenflug unterbrochen bzw. unterbunden werden.

 

 

Funkenflug (*) bei Großbränden

Begünstigt wird dies durch thermische Faktoren und Wind. Bei Waldbränden können Glutteilchen mehrere Kilometer weit fliegen, bis sie wieder zu Boden fallen (Fall out). Solche Brandansteckung war der Grund, warum in Zeiten der Holz- und Reetdeckung ganze Siedlungen und Städte auf einmal abbrannten.

 

 

 

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Die rund 50 evakuierten Bewohner aus dem Mehrfamilienhaus, in dem sich der Brand ereignete und den umliegendem Gebäuden, die u. a. durch Brand und das Löschwasser keine bewohnbare Behausung mehr haben, wurden in Hotels und bei Freunden untergebracht.

 

 

 


Den Einsatz koordinierten gleich zwei Einsatzleiter: Thomas Wurm (Brandoberinspektor und stellvertretender Zugführer Löschzug 1 Gummersbach) und Friedhelm Köster (Leiter der Feuerwehr Gummersbach). 80 Einsatzkräfte, darunter 10 vom Deutschen Roten Kreuz waren über die Dauer des über fünfstündigen Einsatz Einsatzes vor Ort. Nach dem Einsatz wurde eine Brandwache abgestellt bis um 10 Uhr die Kripo eintraf. Vor Ort waren die Einsatzkräfte der LZ1 Gummersbach (Stadt), Niederseßmar und Windhagen. Verstärkung gab es von den Kollegen aus Dümmlinghausen und Bernberg. Archivfoto: ´Der Sasse´ aka Christian Sasse.

 

 

 

 

 

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Der Einsatz war größtenteils auf die linke Gebäuhälfte durch die Riegelstellung begrenzt. “Wir waren froh über die Rettungssäge, die sich durch Spendengelder finanzierte wurde und von den Kollegen aus Dieringhausen mitgebracht wurde. Dadurch konnten wir besser an die Glutnester in der Bleiabdeckungen gelangen. Bei einer normalen Motorsäge kommen wir durch Nägel und Bleiabdeckungen nicht durch!”, so Thomas Wurm (Brandoberinspektor und stellvertretender Zugführer Löschzug 1 Gummersbach).

 

 

 

 

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Der Einsatzstelle, Sessmarstraße 10, Gummersbach bei Goolgle Maps LINK zur Karte und Satelittenbildern!

 

 

 

 

…weitere Bilder vom Einsatzort:

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Über den Einsatz der Drehleiter gelangten die Einsatzkräfte der Feuerwehren an den Dachstuhlbrand auf dem auf einem Hang gelegenen Gebäude in der Seßmarstrasse 10 in Gummersbach.

 

 

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Der Dachstuhl brannte lichterloh als unser Fotograf dort kurz nach 4 Uhr eintraf.

 

 

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Die Feuerwehr war über 5 Stunden im Einsatz um den Brand ruhig zu stellen. Zwischendurch gab es noch Probleme mit einem Schlauch an der Drehleiter, der schließlich ausgetauscht werden mußte.

 

 

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Ein Dachstuhlbrand wird idealerweise durch einen Innenangriff gelöscht, welcher jedoch nicht immer möglich oder sinnvoll ist, wie zu diesem Einsatz. Dort mußte die Feuerwehr direkt die Drehleiter eingesetzen, um den Brandherd und die Brandnester zu löschen. Unter Einsatz von Atemschutzmasken wurden die Bewohner aus dem Hauptgebäude und den umliegenden Gebäuden gerettet.

  

 

 

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06 3643 · 07 2 · # Mittwoch, 20. März 2019