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Vettel siegt in Spa im Red Bull-Renault vor Webber

Doppelsieg für Renault Sport F1 auf der ´Ardennen-Achterbahn´

Red Bull Racing und Renault Sport F1 errangen im spannenden Großen Preis von Belgien einen Doppelsieg. Auf der klassischen „Ardennen-Achterbahn“ von Spa-Francorchamps fuhr Weltmeister Sebastian Vettel von der Pole Position zu seinem siebten Saisonsieg, dem 17. seiner Grand Prix-Karriere. Teamkollege Mark Webber kam auf Platz zwei und bescherte dem Renault RS27-V8 den zweiten Doppelsieg der Saison. Fotos: Renault

 

Auch Lotus Renault GP erzielte durch Vitaly Petrovs neunten Rang weitere WM-Zähler für den Renault V8-Motor. Sein neuer Teamkollege Bruno Senna brillierte im Qualifying mit Startplatz sieben und erreichte nach einer Kollision in der Startphase noch Platz 13. Das Team Lotus konnte mit den Rängen 14 für Jarno Trulli und 15 für Heikki Kovalainen in Belgien beide T128 ins Ziel bringen.

 

 


Sebastian Vettels Erfolg im Red Bull RB7-Renault ist der erste Sieg für einen Renault Motor in Spa seit 1995 und der 137. Triumph der Marke in der Formel 1 überhaupt. Auch in Belgien setzte Renault Sport F1 eine beachtliche Serie fort: In jedem der bisherigen zwölf Saisonrennen erreichte mindestens ein Pilot mit dem Renault RS27-V8 das Podium.

 

 

Rennstenogramm Team für Team


Red Bull Racing
– Für Red Bull Racing endete der Große Preis von Belgien mit dem denkbar besten Resultat. Sebastian Vettel siegte von der Pole Position vor seinem Stallgefährten Mark Webber. Trotz gutem Start musste Vettel die Führung kurzzeitig an Nico Rosberg abgeben, doch schon in Runde drei eroberte der amtierende Weltmeister die Spitze zurück. Er nutzte dabei das in diesem Umlauf erstmals freigegebene Drag Reduction System DRS, mit dem sich der obere Teil des Heckflügels flachstellen und eine höhere Topspeed erzielen lässt. Vettel baute die Führung sofort aus, tauchte aber bereits drei Runden später für seinen ersten Reifenwechsel an der Box auf. Seine Verfolger Fernando Alonso (Ferrari) und Lewis Hamilton (McLaren) hinterließen in dieser Rennphase einen sehr starken Eindruck und führten das Rennen vor Rosberg an. Vettels früher Stopp zahlte sich jedoch aus, als Alonso und Hamilton ihrerseits Reifen wechseln ließen – nun lag der Deutsche wieder vor ihnen. Seinen nun führenden Landsmann Nico Rosberg passierte Vettel kurz darauf mit einem fantastischen Manöver in der ultraschnellen Blanchimont-Kurve. Den zweiten Boxenhalt absolvierte Sebastian Vettel, während das Safety Car nach einem Unfall von Lewis Hamilton ausrückte. Bei diesem Stopp fiel er zwar hinter Fernando Alonso zurück, doch kurz nach dem Neustart ging er am Spanier vorbei.

 

 


Mark Webber fiel nach verhaltenem Start zunächst bis auf Position acht zurück. Ein früher Wechsel auf die härtere der beiden möglichen Reifenmischungen erwies sich als die perfekte Taktik – der Australier befand sich bald wieder auf Podestkurs. Nach seinem letzten Reifenwechsel holte er in Riesenschritten auf Fernando Alonso auf und überholte den Ferrari-Piloten mit einem sehenswerten Manöver ausgangs des berühmten Links-Rechts-Knicks „Eau Rouge“. Alonso konterte, doch Webber sorgte in Runde 37 für klare Verhältnisse, als er am Spanier vorbeiging und sich zügig absetzte. Red Bull Racing führt die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft jetzt mit 131 Punkten Vorsprung an. In der Fahrer-Wertung liegt Sebastian Vettel mit 259 Zählern vor Mark Webber (167) in Führung. Fernando Alonso als nächster Verfolger des Red Bull-Renault-Duos steht bei 157 Punkten.

 

 

Lotus Renault GP – Bei seinem Einstand für Lotus Renault GP hinterließ der 25-jährige Brasilianer Bruno Senna einen starken Eindruck. Er erreichte nicht nur den dritten Abschnitt des Qualifyings, sondern brillierte dort auch noch mit Startplatz sieben – die beste Startposition des Teams seit dem Großen Preis von Spanien. Bei einer Startkollision mit dem Toro Rosso von Jaime Alguersuari beschädigte sich Senna jedoch den Frontflügel und musste vorzeitig an die Box. Für den Zusammenstoß erhielt er außerdem eine Durchfahrtsstrafe. Dadurch fiel der Neffe des unvergessenen Ayrton Senna fast ans Ende des Feldes zurück. Er beendete das Rennen noch als 13. und sammelte über die komplette Renndistanz viel Erfahrung mit dem R31. 

 

Auch Teamkollege Vitaly Petrov hatte es im Qualifying unter die Top-Ten gebracht. Mit besonnener Fahrweise schaffte er es ohne Zwischenfall durch die turbulente Startphase. Die Zwei-Stopp-Strategie des Russen ging im Rennen gut auf, er kam als Neunter auf einem Punkterang ins Ziel. Der 26-Jährige hatte Rang acht im Visier, musste jedoch wegen eines Bremsproblems in der letzten Runde noch den Ferrari von Felipe Massa passieren lassen. Das Team steht weiterhin auf Rang fünf der Konstrukteurs-Wertung.

 

Team Lotus – Mit Heikki Kovalainen erreichte Team Lotus zum zweiten Mal in dieser Saison die zweite Qualifying-Session. Der Finne zeigte auf abtrocknender Strecke eine starke Leistung und startete von Platz 16 ins Rennen. Aufgrund mehrerer Kollisionen im vorderen Feld kam es zwischen Kovalainen und Jarno Trulli in der ersten Kurve zu einer Kollision, woraufhin Heikki vorzeitig an die Box kommen musste, um sich eine neue Nase für seinen Boliden abzuholen. Dank einer Dreistopp-Strategie konnte der Finne sich jedoch am Ende wieder bis auf den 15. Rang nach vorne kämpfen. Jarno Trulli gelang hinter Heikki Kovalainen ein guter Start. Allerdings wurde der Unterboden seines Lotus kurz nach dem Start leicht beschädigt. Dank seiner klugen Fahrweise und der schnellen Boxenstopps kam Trulli auf Position 14 ins Ziel.

 

 


Renault Sport F1 Einsatzleiter Rémi Taffin analysiert das Rennwochenende: In Spa sind die Anforderungen an die Motoren besonders hoch. Schließlich liegt der Vollgasanteil auf der 7,004 Kilometer langen Runde bei über 70 Prozent. Daher ist eine hohe Topspeed hier besonders wichtig. Aber von ebenso großer Bedeutung ist die passende Getriebeabstufung des siebten Gangs, um auf den langen Geraden eine optimale Beschleunigung zu ermöglichen. Beim Herausbeschleunigen aus der Haarnadelkurve und den Schikanen ist ein gutes Ansprechverhalten des Motors besonders wichtig. Daher ist die Vorbereitung auf das Rennen sehr schwierig. Umso mehr freuen wir uns über den Doppelsieg. Er zeigt, dass unser Motor in Sachen Leistung und Fahrbarkeit ganz weit vorne liegt.

 

 


Red Bull Racing
hat hier auf der „Ardennen-Achterbahn“ ein hervorragendes Ergebnis abgeliefert. Aber auch Lotus Renault GP und Team Lotus erlebten in Belgien ein vielversprechendes Wochenende. Bruno Senna feierte ein sehr starkes Debüt und zeigte im Qualifying eine hervorragende Leistung. Leider war sein Rennen nicht von Erfolg gekrönt. Senna konnte mit Startplatz sieben jedoch das große Potenzial von Chassis und Motor eindrucksvoll unter Beweis stellen. Vitaly Petrov sammelte mit Platz neun zwei weitere wichtige Punkte und konnte damit den Abstand zu Sauber in der Teamwertung weiter vergrößern. Auch Team Lotus zeigte vor allem im Qualifying eine starke Leistung. Das Rennen beendeten Jarno Trulli und Heikki Kovalainen im Mittelfeld.

 

 

Als nächstes Rennen steht Monza auf dem Programm. Auch hier werden die Motoren besonders hart gefordert. Leistung und Beschleunigung sind hier die Schlüssel zum Erfolg. Die herausragende Leistung des Renault RS27 haben wir bereits unter Beweis gestellt. Jetzt müssen wir weiter hart arbeiten und uns darauf konzentrieren, unseren Partnern weiterhin höchst wettbewerbsfähige Triebwerke zur Verfügung zu stellen.

 

 

Die aktuelle Erfolgsbilanz von Renault* in der Formel 1: 137 Siege, 188 Pole Positions – *inklusive der Playlife, Supertec und Mecachrome genannten Triebwerke

 

Quelle: Caroline Engelhardt, Referentin Unternehmenskommunikation, Renault

 

 

 

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06 2134 · 07 2 · # Sonntag, 29. März 2020